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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 169

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 169 (sequence 145)
Language
German
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169 Nun würde ich empfehlen, doch zunächst einmal abzuwarten, was vr. Löffler sagt. Wir haben gebeten, die Referate möglichst auf eine halbe Stunde zu beschränken. Darauf müssen wir auch drängen. Herr vr. Löffler wird der Einfachheit halber" feine beiden Referate in einem halten, weil die Stoffe auch etwas ineinander übergreifen. Die Diskussion soll dann getrennt stattfinden. ES wird sich dann die Frage ergeben, ob wir sofort über daS Löfflerfche Referat diskutieren oder erst daS Referat über den Antisemitismus vorwegnehmen. Da wollen wir doch erst einmal abwarten, in welcher Stimmung wir nach dem Löfflerfchen Referate sein werden. Im übrigen glaube ich, die bestimmteste Versicherung geben zu können, dah der Delegiertentag gegen 8 .Uhr abends sein Eüde erreicht, denn wir haben alle Formalien gut vorbereitet. Es ist ein Telegramm von der Wandergruppe des Frankfurter Montefiore-Vereins eingegangen: „200 froh vereinte Wanderer grüßen und wünschen erfolgreiche Arbeit." (Beifall.) Rechtsanwalt Lichtenberg-Hannover (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren, ich glaube, wir sollten nichts vertagen über die Anordnung der weiteren Verhandlungen, sondern wir solltep uns auf folgendes einigen. Ich möchte davor warnen, zwei Referate heute morgen miteinander zu verquicken, die nichts miteinander zu tun haben, die Löfflerfchen und das Langesche meine ich. Ich möchte aber Vorschlägen, daß wir uns heute bereits darauf einigen, heute vormittag jetzt durch einfache Abstimmung, daß wir heute morgen selbstverständlich das Löfflerfche Referat hören und daß wir heute nachmittag um 3 Uhr mit dem Referat von vr. Lange beginnen. Die Frage des Antisemitismus muß bei frischen Ohren und aufmerksamen Sinnen hier erörtert werden und nicht bedrängt von anderen Dingen. Wir brauchen darüber ja vielleicht garnicht zu debattieren. Selbst der Centralverein hat darüber vor 8 Tagen keine Debatte gehabt. Dann wird das Referat des Herrn vr. Lange sicherwie ich ühn kenne, nicht länger als eine halbe Stunde dauern, und dann wird alles weitere sich erledigen lassen. Darauf einigen Sie sich! Vorsitzender vr. Apfel: Aber, lieber guter Lichtenberg, wir wissen doch nicht, was für eine Stimmung nach dem Löfflerfchen Referat sein wird! Es kann sein, daß die Diskussion nach dem Löfslerschen Referate 10 Minuten dauert, es kann fein, daß sie eine halbe Stunde oder 2 Stunden dauert. vr. Jsi Kahn (zur Geschäftsordnung): Ich bitte Sie, doch jetzt im Interesse der Arbeit von GeschaftsordnungSdebatten einstimmig Abstand zu nehmen (Bravo I), damit doch unser Freund vr. Gustav Löffler endlich zum Worte kommen kann. Das ist der Mittelpunkt unserer ganzen Arbeit. Ich bitte, den Herrn Vorsitzenden zu ermachttgen, weitere GeschaftsordnungSdebatten nicht mehr zuzulassen und Herrn vr. Löffler endlich das Wort zu erteilen. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender vr. Apfel: DaS Wort zur Sache hat Herr vr. Löffler-Frankfurt a. M. 2

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