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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 129

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 129 (sequence 105)
Language
German
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129 ersehen, wo sich das in besonders eindrucksvoller Weise hatte an», bringen lassen. Herr vr. Ist Kahn hat doch der gestrigen Borstands, fitzung des BerbandeS beigewohnt, wo wir uns geeinigt haben, aus. ganz bestimmten Gründen heute nichts außerhalb der Tagesordnung vorzubringen, (vr. Jsi Kahn: Ich war nicht mehr dabei I) Ich nehme an, daß seine Worte nicht etwa als Vorwurf gegen Len Vorstand gedacht waren, denn er müßte diesen Vorwurf dann auch gegen sich selbst richten. Zu einer Kommissionswahl können wir erst kcmmen, wenn wir über die Grundlagen klar sind. Wir können das jetzt nicht vorwegnehmen. Eine Kommission einzusetzen, ist zwar eine Kleinigkeit. Wir müssen aber der Kommission, wenn wir sie einsetzen, bestimmte Richtlinien mitgeben. Mt'dem Schlagwort „Palästina-Kommission" ist es nicht gemacht. Ich bitte Sie auf das dringendste, damit wir doch endlich einmal den Unterbau haben zu post» tiver Arbeit und somit auch zur Palästinasache kommen können, nun einmal klipp und klar eine Klärung herbeizuführen: können wir den Verband in dieser Form beieinander halten oder nicht? Ich meine, das ist doch jetzt die Hauptsache. Wir wollen doch nicht darum herumreden. Und aus diesem Grunde möchte ich Sie dringend bitten, gestatten Sie, daß Herr Kaufmann namens der süddeutschen Vereine spricht; gestatten Sie, daß ich dann spreche. Wenn Sie es dann noch wünschen und für nötig halten, setzen wir dann die.Rednerliste fort. vr. Löffler (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren! So leid es mir tut, ich muß in diesem Augenblick gegen meinen Freund vr. Apfel sprechen. Ich bin der Meinung, die Diskussion über das, was uns nun leider den größten Teil des heutigen Tages gekostet hat, mag ausgehen, wie immer sie wolle. Der Verband, der neutrale Verband, der alle Richtungen der Jugend innerhalb der deutschen Judenheit zusammenschließt, i^nuß beisammen bleiben. (Lebhafte Zustimmung und Rufe: Selbstredend!) Und wenn die eine und andere Richtung in Uebersteigerung eines gewissen Parteigefllhls — denn leider spielt das Parteigefühl nur zu sehr bei der Stellungnahme der einzelnen mit —, wenn in Uebersteigerung des Gefühls einzelne Vereine oder einzelne Persönlichkeiten glauben, sich gezwungen zu sehen, unserem Verbände den Rücken zu kehren, dann muß eben die Masse des Verbandes zusammenbleiben und auf die einzelnen verzichten. (Beifall.) Aber^ meine Damen und Herren, gerade weil ich der Ueberzeugung bin, dieser Verband muß zusammenbleiben, und es muß eine Lösung gefunden werden, wie wir über die widerstreitenden Punkte hinwegkommen — es muß der eine nachgeben und es muß der andere nachgeben —> möchte ich meinem lieben Freunde vr. Apfel sagen — Vorsitzender vr. Apfel: Bitte, das ist nicht mehr zur Geschäftsordnung! Sie wissen gar nicht, was ich persönlich sagen werde. Reden Sie doch nicht gegen etwas, was ich noch nicht gesagt habe! vr. Löffler: Dann lasse ich diesen Nebensatz jetzt^weg. Ich sage nur: da ich der UeberKugung bin, daß der Verband und das muß ich nach den Worten, die Sie eben sagten, sagen , da ich den drm-

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