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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 92

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 92 (sequence 68)
Language
German
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92 Antrag Lazarus, sind fast spurlos untergegangen. Wit haben leider nicht alle Inn der Verbandsvorsitzende einen Ueberblick über sämtliche Anträge. Ich bitte, gerade hiese Anträge zu vervielfältigen und sie den Delegierten zur Verfügung zu stellen. - r>r. Heilbronn-Nürnberg (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren! Angesichts des Umstandes, daß die süddeutschen Vereine bisher noch gar nicht zu Worte gekommen sind, möchte ich den Standpunkt der süddeutschen Vereine auch etwas darlegen- Vorsitzender Dr. Apfel (unterbrechend): Ich möchte jetzt die Mittagspause eintreten lassen. Wenn einzelne das Bedürfnis haben, in der Mittagspause irgend lvelchc Beratungen zu pflegen, so wird ihnen das Bureau jede Unterstützung zuteil werden lassen. Es ist aber ausgeschlossen, daß wir 'nachher etwa zu Gunsten bestinunter Kommnnonsredner unsere Rednerliste ändern. Wir kommen am besten weiter, wenn wir uns zunächst aussprechen. (Sehr richtig!) Es ist jetzt genau'1 Uhr 3 Minuten. Punkt 3 Uhr 5 Minuten —, aber auf die Minute! — wird die Tagung fortgesetzt. (Mittagspause.) stscttmittsgssitzung 3 Ubr. Vorsitzender Dr. Apfel: Tic Delegierten-Versammlung wird fortgesetzt. Das Wort hat Dr. Wolfheim-Erfurt. Dr. med. Wolfheim-Erfurt: Meine Damen und Herren! Als wir uns anläßlich einer Vorstandssitzung vor einem Jahre zum letzten Male versammelten, da warnte ich Sie im Namen einer nicht unbeträchtlichen Minderheit vor der engen Personalunion zwischen dem Centralverein und unserem Verband. Unsere Warnungen wurden damals in den Wind geschlagen, und zwar, wie es in dem danraligen Protokoll heißt: Nur der Hinweis darauf, daß man von Geheimrat Fuchs eine Führung des Centralvereins crivartetc, die den Verein nicht in den Kampf gegen bestinnnte Richtungen drängt, und die Hoffnung, daß die Neugewählten eine Unneutralität nicht mitmachen würden, vermochte die'Delegierten zu bewegen, von bestimmten Entschlüssen abzusehen. Sie haben gesehen, wie sich inzwischen die Dinge entwickelt haben. Ich habe Ihnen damals ausgeführt, daß ich dem Centralvcrein, als einer ausgesprochenen Kampforganisation, eine neutrale Haltung nicht zubillige, aber auch gar nicht zumuten könne, und die Erfahrung hat mir recht gegeben. Ich möchte Sie kurz auf folgende Tatsachen Hinweisen, die mir gegen eine neutrale Haltung des Centralvereins zu sprechen schienen. Ich darf voraussetzen die Artikel deS Herrn Geheimrat Fuchs, die in den „Neuen Jüdischen Monatsheften" unter der Ueberschrift erschienen sind: „Was nun?" und den Artikel, der in der.ersten Nummer unserer Verbandszeitschrift unter dem Titel erschienen ist: „Wie ich mir das zukünftige Programm des Centralvereins denke", wo er klipp und klar dte zwei Kampffronten des Centralvereins bespricht, die anftsemitische und die innrrjüdifche, und wo

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