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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 42

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 42 (sequence 18)
Language
German
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Aus unseren Vereinen. Krankfurt ». Oder. Mit den im Januar stattgefundenen Vorstands- Neuwahlen hat unser Verein seine Friedcnsarbeit aufgenommen. Seitdem hatten wir gelegentlich unserer Sitzungen eine Reihe von Vorträgen uns Vorlesungen, die zahlreich besucht waren und an die sich meistens auch Aussprachen schlossen. Folgende Referate sind zu erwähnen: Herr Pflaum (Müglied): .Die Sendung Moses" von Schiller; Herr Dr. Hirsch: «Die Stellung des Judentums zum Antisemitismus"; Fräulein Zahnärztin Meher (Mitglied): . «Sport und Körperpflege"; Herr Dr. Cohn, Krotoschin: «Die Stellung des Judentums zur Gegenwart"; Herr Dr. Salomonski (Mitglied): »Welche Wege sübrcn zum Glück der Menschheit?" — Den Versammlungen schloß sich stets ein gemütliches Beisammensein an. Ferner hatten wir am Sonntag, den 9. März, im «Civil-Kasino" e:i> Purim-Vergnügen, an dem fast die ganze Gemeinde teilnahm und welches zu allgemeiner Befriedigung verlief. Am 16. März hatten wir eine zweite Purimftier besonders für die Kinder veranstaltet, die in althergebrachter Weise abgchalten wurde. Seit einiger Zeit haben wir einen Kursus für „Geschichte der Jude»" unter bewährter Leitung unseres Rabbiners Herrn Dr. Salomonski eingerichtet, an dem sich eine große Anzahl unserer Mitglieder beteiligt. — Für die nächste Zeit sind musikalische Vortragsabende in Aussicht genommen, ru^denen sich bereits viele Mitglieder als Mitwirkende erboten haben. Neben der schon bestehenden Damenriege wird sich jetzt noch eine Manuer-Turnriege bilden und somit sich den männlichen Mitgliedern ebenfalls Gelegenheit zu sportlicher Betätigung bieten. — An jedem zweiten Sonntag werden jetzt gemeinsame Ausflüge unternommen, die sich großer Beliebtheil erfreuen. Unsere Veranstaltungen haben uns viel Freunde und vor allem eine stattliche Anzahl neuer Mitglieder gebracht; unser Verein zählt jetzt 162, nämlich 67 weibliche und 95 männliche Mitglieder. Wir können mit Genugtuung feststellen, daß unsere Beiirebungcn allgemein anerkannt und unterstützt werden. Graudcnz. Nach einer fünfjährigen Ruhepause wurde am 2. Januar d. I. der hiesige Jüdische Jugend-Bund, der nur noch aus 14 Mitglieder» bcirand, wieder einberufen und zur Neuwahl des Vorstandes geickrineu. Die passiven Widerstände waren nach wenigen Wochen überwunden. und heute zählt unser Verein, der durch seine Tätigkeit das wohlwollende Interesse der Graudenzer Gemeinde wachgerufen hat, bereits über 200 Mitglieder. - Auf Anregung des Verbandes der jüdischen Jugend-Vereine Deutschlands veranstaltete er bisher 4 Crörterungsabende. Der erste war den« Zionismus gewidmet; der zweite behandelte die jüdische Kongreßbewegung; Vertreter des Zentralvereins und der zionistischen Partei hatten Referate übernommen, nach denen eine sehr lebhafte Diskussion einsetzte. An dem dritten Crörterungsabende sprach Herr Rabbiner Dr. Neufeld', Briefen, über ..Die Trennung von Staat und Kirche und das Judentum"; am vierte» tand eine lebhafte Aussprache über „Die Berufsberatung" statt; Referent war Herr Waisenbausdirektor Blumenfeld. Wir hoffen, als Erfolg des

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