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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 34

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 34 (sequence 10)
Language
German
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34 jungen Leute selbst rechtzeitig Klarheit gewinnen, ob der gewünschte Beruf wirklich das bietet, was sie sich darunter vorstellen und ob nicht vielleicht eine andere Tätigkeit für sie besser und ersprießlicher ist. Unter diesem Gesichtspunkt hat der von der Hauptstelle eingesetzte Ausschuß für Jugcndberaiung, dem neben Männern des praktischen wirtschaftlichen Lebens eine Reihe hervorragender Pädagogen angehören, bereits eine umfangreiche Tätigkeit entfallet. Sie hat eine Reihe von Merkblättern zur Verteilung an die Jugend- Eltern und Erzieher herausgcgeben, in denen die Frage der Berufswahl im allgemeinen und in einzelnen Punkten erörtert wird. Es sind bisher folgende Blätter erschienen: l. Die Aussichten im Kaufmannsberuf; '2. Der Gärtnerberuf; 3. Handwerk Und Gewerbe; J. Der Bau- und Maschinentechniker im untere» und mittleren Beamien- Beruf; 5. Der Beruf des gelernten Arbeiters; 6. Die Aussichten im zahnärztlichen Beruf; 7. Der Maschinen- und Elektrotechniker im freien Beruf; 8. Der Beruf des Zahntechnikers. Die Blätter stehen durch die Hauplstelle und durch die örtliche» Beratungsstellen in jeder gewünschten Zahl kostenlos zur Verfügung. Es komm: darauf an, sie möglichst zeitig in die Hände dör Eltern und Erzieher zu bringen, die geeignetste Zeit ist bereits das Ist. bis 13. Lebensjahr, stamentlud aber der Konfirmandenunterricht. Die Hauptaufgabe auf diesem Gebiet muß es sein, planmäßig an die Ellern aller in Betracht kommenden jungen Leute und an diese selbst heranzutreten. Einzelne Beratungsstellen tun dies bereits, indem sie sich von de» Schulen die Liste der in Betracht kommenden jüdischen Schüler verschaften und mit diesen in Verbindung zu treten suchen. Gerade nach dieser Richtung wird es Aufgabe der Jugendvereine sein, die Bestrebungen möglichst nachdrücklich zu unterstützen. Der Zwang der Kriegsverhältnisse hat es lerder mit sich gebracht, daß sich die jüdische Berufsberatung bisher noch nicht in dem Umfange und in der Stärke entfalten konnte, wie es geplant war. Die wirtschaftliche Katastrophe^ hat namentlich den Kaufmannsberuf stark geschädigt. Die erschreckende Stellenlosigkeit, die Unmöglichkeit für einen Handlungsgehilfen, selbst unicf den bescheidensten Ansprüchen einen Platz zu finden, muß für Jahre hinaus, selbst wenn unser Wirtschaftsleben aUmählich wieder in Gang kommt, oi« Aussichten für den Kaufmannsberuf für junge Leute, die nicht gerade ganz

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