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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 32

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 32 (sequence 8)
Language
German
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32 ctm’n Platz zu stellen, wo er seine Kräfte nicht nur im eigenen Interesse, son. dern auch für das Volksganze möglichst nutzbringend verwerten könne. Man hatte in erster Linie eine ergänzende Tätigkeit neben der allgemeinen Kriegsteilnehmer- und Kriegsbeschädigtensürsorge in Aussicht genommen, mit &cr jede Konkurrenz vermieden werden sollte. Das Ziel und der Grundgedante war Eröffnung von Berufen, die eine bescheidene, aber gesicherte Mirtclstandsstellung ermöglichen, Verteilung der Juden auf alle Berufsstände, insbesondere aus die körperlich arbeitenden Berufe in Stadt und Land." Aus dieser Organisation heraus wurde Ende 1916 die »Hauptftellc für Berufsberatung der Juden" geschaffen, die unter Währung ih«r Selbständigkeit dem ..Centralvcrein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" angegliederl worden ist. In dankenswerter Weise hat der Ecntralverein seine reichen Mittel und die Kräfte seiner Organisation für die Zwecke der Berufsberatung zur Verfügung gestellt. Tie Hauptstelle hat es sich vor allem zur Aufgabe gesetzt, die Kräfte der verschiedenen jüdischen Organisationen ri:r ihre Zwecke planmäßig zusammenzufassen. Sie hat cjn Netz von örilichen Bcratungsstelten eingerichtet, das sich über ganz Deutschland erstreckt. Tie örtlichen Beratungsstellen sind in Gemeinschaft mit dem Verband der Arbeilsnachtvcise der Grotzloge II. O. B. B., dem Verband jüdischer Handwerkecvere'ne Deutschlands, dem jüdischen Frauenbund und dem Verband der jüdischen Iugenduercine Deutschlands errichtet. Allerdings konnte' eine tätige Mitarbeit Ser Iugendvereine noch nickst überall erzielt werden, da ein großer Teil von ihnen während des Krieges seine Tätigkeit eingestellt und stark eingeschränkt hatte. Da eine ordnungsmäßige Berufsberatung ohne den gleichzeitigen Nachweis einer Berufsausbildung oder -Betätigung unmöglich erscheint, wurde besonders auf enges Zusammenarbeiten mit dem Arbeitsnachiveis Wert gelegt und prinzipiell ausgesprochen, daß die örtliche Beratungsirelle dem am £ n befindlichen Arbeitsnachweis anzugliedern ist. Auf Wunsch "des Frauenbundes sollte die Beratung weiblicher Personen in erster Reihe den von ihm in die einzelnen Beratungsstellen abzuordnenden Vertreterinnen überlassen bleiben und die Beratungsstelle selbst erst in Anspruch genommen werden, wenn diese, weiteres für erforderlich hielte. Auf Grund dieser Rickulinien sind bisÄbr folgende Beratungsstellen errichtet: Berlin, Monbijouplatz 10: Arbeitsnachweis (begründet von den Berliner Logen U. C. B. B.l. Für Frauen und Mädchen: Rosenstraße 2. Breslau, Sadowastraße 25: (Centralvereins. Cassel, Schillerstraße 35, I. Chemnitz: Büro des Israel. Gemeindeamts, Heinrichbeckstraße 1 (Georg Mecklenburg).

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