Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 9 (1918)
- Issue
- 1 (28.2.1918)
- Date
- 1918-02-28
- Page
- Seite 22 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- 22 — Herr Rabbiner Dr. L. A. Ro, enkhal: .M c r t rn Luthe - und die Juden"; — Fräulein Resi Langer:' A b e n d" r — Herr Professor Dr. M. Sobernh ei,mn : »Städtebjilder aus Syrien und Palästina" >mit Lichtbildern); — Herr Arthur 92 e u * i ti e r .Wilhelm-2 chaften der e Groß-Ber Dr. Weiße d u sch° : Fest- Cohn: .Aus den technischen Errungen zeit"; — Herr Schriftsteller Arthur Fürst: .Di Schnellbahnbauten" (mit Lichtbildern). —- Unsere Chanukkah-Feier, bei der Herr Rabbiner rede hielt, brachte zu unserer Freude das gleiche Bild wie bisher jede i Jahr in Frixden und Krieg: unsere Räume konnten die Zahl der Besucher nur mit Mühe fassen. Bei der Ansehung unserer Veranstaltungen lassen mir uns mn dem Grundsätze leiten, daß die Erörterung von Themen jüdischen Inhalts mii solchen von allgemeinem Charakter abwechseln soll. Von der Ueberz:ugung ausgehend, daß es dem jüdischen Wesen durchaus widerspricht, sich - auch in ernster Zeit — lediglich einer traurigen Stimmung zu überlassen, und . daß der menschliche (namentlich der jugendliche) Geist eines Wechsels z vischen ernsten und heiteren Eindrücken mit 92otwcndigkeit bedarf, sehen wir keinen Anlaß, Darbietungen nicht ernsten Charakters prinzipiell auszuschaltcn. Wir haben demgemäß im letzten Jahre eine Silvesterfeier veranstaltet, die in harmonischer Weise bei sehr zahlreicher Beteiligung verlief, und dit manchem unserer Mitglieder die erwünschte Ablenkung von ernsten Stunden geboten haben tvird. Gemäß Porslandsbeschluß findet an jedem zweiten Dienstag-Ab nd ein größerer Vortrag mit vorgehcndem und anschließendem geselligem > Beisammensein in den Vereiinsräumeg statt, während die dazwischen liigenden Dienstag-Abende zu Diskussionen, kleinen Vorträgen unserer Milzlieder, zwanglosem Beisammensein und Erledigung des Bbisfwechsels mit unsern Feldgrauen benützt Werder. Unsere Mitglieder Feldwebel Kübler und Arthur Cohn haben ihren Verei irsbrüdern bei der Gestaltung interessant er der- . artiger Abende ein anreg-ndes Beispiel gegeben. Bei den Diskussionen unserer Mitglieder zeigt sich ein wacjsendes Interesse auch für die Tätigkeit des Verbandes. Insbesondere die Gejlaltung der Verbandsmitteilungen war Gegenstand verschiedenartiger Wünühe und Anregungen. Nach unserer auf den 17. März angesetzten Sauvtve sammlung dürste Anlaß sein, aus dieses Thema an der vorliegenden Stelle zurückzukommen. Unseren Feldgrauen konnten wir wiederholt Liebesgaben sender; vielfacher Dank wurde uns dafür zu teil. Unser Mitgliederbestand erhält sich stabil. Den durch den Krieg oeranlaßten Verminderungen und gelegentlichen Austritten von Mitg denen .die ganze Rickitung nicht paßt", stehen zahlreiche Neueintritte über. Herr Covo-Berlin erwarb durch einmalige Spende von 500 M immerwährende Mitgliedschaft, wofür wir ihm besten Tank sagen. Vereinsblätter ließen wir mit Rücksicht auf die Papierersparnis r »r ge legenilich erscheinen. Die Drucklegung der letzten Nummer konnte eist nach Beendigung. langwieriger Verhandlungen mit der Behörde erfolgin. der gegeiiüber auf die Wichtigkeit hingewiesen werden mußte, den Zuscmmenhang, insbesondere mit unseren Feldgrauen durch solche Vereinspublik rtionen aufrechtzuerbalten. Im übrigen hatten wir uns auch m diesem Jahre des Wohlwollens der Behörden zu erfreuen, die die Subvention für uns durch den Sauptansschuß für Jugendpflege, dem wir angeschlossen sind, auf 600 Mark erhöhte. iedern. gegenark die Unsere