Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 9 (1918)
- Issue
- 1 (28.2.1918)
- Date
- 1918-02-28
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
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>1- — 20 — , Herr iS1 u u d - ^Üittcu berichtete, daß man darr plane. die, bisher ausgesetzte Tätigkeit in diescui Winter wicdcraufzunehmen. Ueber die von Herrn Or. Rreger in seinem Vorträge angeregte Frage der Lerufsberatung entspann sich eine längere Debatte. Es wurde gefordert, daß jeder Verein für die aus dem Felde zurückkehrcnden Krieger einen Arbeitsnachweis einrichten solle. Herr Lehrer L e v i s o h r - Essen machte auf den großen Unt! rschied zwischen Berufsberatung und Arbeitsnachweis aufmerksam und wies auf die yeugeschaffencn Be-, rufsbcrarungs stellen hi». Herr Rabb. Or. David- Bochum warnte kaoor die Beratungsstelle» mit Nachweisen zu verbinden, da sich diese kaum rentieren dürften, was .Herr Rechtsanwalt B o h s s e n - Düsseldorf auf Grund seiner Erfahrungen bestätigte. Es wurde entgegnet, daß die bisherigen Erfahrungen flch auf die letzten Friedens- und das erste Kriegsjahr beziehe» und für die Umstellungin die Friedenswirtschaft keinen Vergleich gestatten. Herr Albert Kaufmann -stülii empfahl den Anschluß an die ooin ^enttalverein begründeten Beratungsstellen, warnte aber vor der Gründung von eigenen Arbeitsnachioeisen. Herr Bertholü Oppenheimer- Köln wies darauf hin, daß die Tätigkeit der Arbeitsnachweise nicht in das Gebiet der Fugendvereine gehöre, sondern voii den interkonfessionellen Ttandes- - vereinen gehandhabt werden müsse. Nur dann, wenn in diesen antisemitische Tendenzen aufträten, sei es Pflicht der Jilgendvereine, den Arbeitsnachweis zu übernehmen. Bor Schluß der Arbeirsjitzung beschloß die Tagung, die im Felde stehen ojf; früheren Vorsitzenden der Bezirksverbändc, die Herren Feldrabbiner I)r. Lazarus - Essen und vr. Kurt Alexander - Frankfurt a. M. dnrrtz ein schreiben zu ehren. Namens der Anwesenden dankte sodann Herr Albert K a u j in a u u - Köln Herrn NechrSauwalt V o h s s e » für die vortreffliche Leitung der Sitzung und den Bezirksverbänden für ihre Tätigkeit. Herr Rechtsanwalt V o h j j e n schloß daraus die Tagung und wies auf den am Abend italtfindenden Vortrag des Herrn LandeSrabbiner Or. Ricg e r über „Heinrich G r ä tz" hin. zu beneii Be>uch er die Diiegierten aurrorderte. Es laiin nach Ldlil^tz der' Tagung woi)i^gefagr i^erüen, dag die Delegierten in Düsseldorf inanche neue Anregung erhalten haben. Eines aber kam allen Anwesenden klar zum Ausdruck: der unbeutzfame Wille, die Vereine auch über diese Zeit hin.vegzugeleiten und die ädsolute Notwendigkeit allüberall die Arbeit wiederanjzunehmen. Möge dnin die Düsseldorfer Tagung allen Verbandsvrreinen im Reiche die beherzigenswerte Mahnung geben: Nehmt Euere A r b e i l e n im F n t e r e j e der jüdische >i Jugendbewegung s o f c r : iv i e d e r auf. 53? o e i n Wille ist. ' l: a .i ch e : n W e o! i