Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 8 (1917)
- Issue
- 6 (10.12.1917)
- Date
- 1917-12-10
- Page
- Seite 226 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
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I — 226 — Persönlichkeit bic solche Eigenheiten belaß, führte die Mode ein, und bis heutigentags wird sie nachgeahmt."") Zoll'chnn ia.it mit Recht, baß „alio sogar der phyjiognoinische Cha-' raktersiier Typus eines Volkes, nicht allein durch anthropologische, sondern auch durch soziale Ursachen zu erklären" sei.'") T,eie Angleichung vollzieht sich zwischen Menschen nahe verwandter Rassen von ungefähr.gleickzem Kulturstand sehr schnell. Aber es ickzemt auch, als wenn einander fern stehende Spielarten des Menschen. freilich viel langsamer und weniger vollkoiunien, sich aneinander angleichen, wenn sie sozial verbunden leben. Und zwar ist hier die Tendenz von unten nach oben, die Angleichung einer Unterschicht an die herrschende Schicht, stärker als umgekehrt. So wird zum Beispiel von den Regern der Vereinigten Staaten behauptet, daß sie in der verbältn.ismäßig kurzen Zeit ibres dortigen Ausrnthaltes sich.deutlich von ihrem ..negroiden" Typus fort und dem kaukasischen zu entwickelt hätten-. Sie zeigten geringeren Prognathismus,'') höhere Stirn, ihr Gesichtswinkel nähere sich dem „kaukasischen", und sie wären sogar Heller geiärbt. Aut.'der anderen Seite sind die Amerikaner selbst sehr stolz daraus, das; sie sich'angeblich in Körpergestalt. Farbe und Stranden de-:- Haares -Blick uiw. dem indianischen Typus annähern.; Wie weit dieie Fälle, wenn ne als verbürgt angesehen werden können, antbropologi'ch. al-r- Wirkungen der natürlichen Umgebung oder sozio», lag'ch. als Wirkung der Nachahmung, eines beliebten Typus ange- . sehen werden müiien, ist nicht»nieres Amtes zu lentickieiden. Vielleicht wirken hier beide Faktoren zusammen. Daß!>ie natürlichen Be- . duigungen der Unnvelt einen Typus bis zu einem gewissen Grade zu formen iaoig 'and. ist ja nicht zu bestreiten. Und io mag es denn auch vielleicht richtig sei», wenn d'e aunällige Variation, die der analobr'ti'che Tnvus angebl'ch in Australien erfahren hat. aus die limg-'bung Ziirückgeiübit wird. Aber liier bandelt es 'ick' nur um verein-eUe und noch dazu »ns'ck'.ere Fälle die übeidies wasnür uns entscheidet kern bedeutendes soziologisches Fntereüe besitzen. llueudlich viel ivjchtigcr ist die An- . und Ausgleichung des g e i st i g c n T y p u s. Ii. Ter g e i st i g c Typ u s. Die geistige Bescha'ienheir ist aus höherer Stuse von der umgebenden Natur nur in geringem Grade und nur durch eine ganze Kette von,Zw:kckienwirkungeu abhängig. Das gilt io stark, das; inan fast al-:- ('Zeieh ausspreckieu kann, das; nur tnustebende Völker die dse Fädigkeit, ihre Umgebung.an sich anzupaiien. nach wenig entwickelt haben, uin einer gewissen Kraft von ihr leiblich gelärmt. an sie angepaßi werden, während höhere Kulturträger ihr Milzen sozusagen mit •) I c. & 44. j *••• n-rt-an i.jr. $. 1F8. | •>) Cmuinnnril fn fliffrrrfrcnK?„s- Pro’rtf-trrfi;ift innl I rlni-Mirf’. rnril ijfr mnffin fl-ffi pfiinl nt cn c *1 rf in für S.rrnrnrfi on i mbr n 11 4!nb,i NN dntsicllt und Hutüktzugkhkii ürcbl. Zebaid die Jini.tung tt(.c.n-.&iiQ iteich cc(td,i griitsien t.itd.