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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1917-02-28 · 1 (28.2.1917) · p. Seite 17

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
8 (1917)
Issue
1 (28.2.1917)
Date
1917-02-28
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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von icinicr ii'üun'hcnöbert-e» für sich touren läj;i. ro loirb er :!ijdlcr ircicr TenkendLn. S(bcr Ta» ist (jcii’itj bejr Fall in der jüdischen ^fiztersfrcige. Tie Richtwaht von tüchtigen! Juden in Vie meisten Regimenter stum Reserveoffizier ist gewitz ein Verstost tunen Die verfassungsmäßig pimnittcrte Rechtsgleichheit. ■ Silber e« fraßt sich, ob;s heute schon angezeigt märe, das 'freie Wahlrecht des Cffijteb korpS aiiiziihobeii. ob, wenn bl oste Ernennung ton oben her entschiede, das rsfiizierkorpcinicht dadurch gestbädigt würde. ui*fi EinbeiUictikeit and .Harmonie verlöre. Wenn heute, oer betrettende ie ffizie.re-kandid in der Regel s etvältlt. Ta» empört die Gefühle ecdar! auch nicht Übersehen werden, da st die strengen und onhodorei; Christen eben heute noch glauben, dast der getaufte Jude zu Gott durch die Taufe in ein ganz leionderes, ihn innerlich »mbildenhes Verhältnis komme.' Tas glaubt der Freidenker nicht, er findet mit Recht, dast meist die charakterlosen s>nden ec sin». die sich aus äußerlichen Gründen taufen lassen. tMbcr wer auf mn,ti>ch-o tbodorem Standpunkt steht, wie ein Teil unserer östlichen Landaristolratie. an großer Sei! unserer Lsfizi^e. kann nicht! so urte-lea. llebrigens luciii ich ans zuverlässiger Lluelle. d, st nenerdiiigS v elf tch und gerade in Berti» Wahlen von jüdischen Reserveiiüteroifizieren zumLeutntni natt'anden. Cs 'oll ichon etwa 200 solche gehen, lind ich hoffe, das wird >o bleibe» i»sd such ausdehnens Tiese Hossnsttig wird ko in dem Maste gensätze sich mildern, als der innere sittliche isklichen und der jüdischen Religion mehr als das Togma und Hauptsache werde»; alcdie Jubcm selbst da. >vo sie die Macht d fielt ausdehnen realisieren. al(;. die religiösen öi Gehalt der ch die Mnstik zni haben, ebenso! duldsam >>»d gerecht gegen die '^ichtjudeii werden, wie sle.es von den Christen verlangen. I ,• Hätte» iu|r nur Rathan-Naturen unter unseren t>00 0<K) beunclren Jubeu, o gäbe ecüberhaupt heute kaum eine Judenfrage mehr; aber .101;! haben ilick noch 2hstlock-Nätureii. und die Mehrzahl i>er Juden steht vielleicht zwichen diese» bleibe» ISrtreineu in der Mitte. Ganz ebenso ist es freilich aus bristlicher Teile. iVecutur. inlr» inuros et oxtra. ' > Sie christliche» und die jüdischen Nathan-Naturen müssen sich die Hand eiiben, um dje jüdischen Thhlock-Naturen und!den christlichen germanischen lassenstolz uifb die althergebrachten Vorurteile; die Titten, die zur Unsitte geworden sinds'zu bekämpfen. Tazü wird sicheip der Krieg wesentlich beitrateii. All Testarnges braucht aber Zeit. Jc^!bi» sicher, dast in hundert \ubreu das tiieiste, ivas die besten Männer stuf beiden Seiten heute belageti. beseitigt oder so gemildert ist, wie wir wünschen müssen. .;'lber von, heute auf morgen lassen sich bestehende Rasseniiberzeiigungen ind die entspreäienden Sitte» nicht ändern.' 3» glänzender Weise entgegnet Geheinsrat Hermann C o h e n in i>en „Neuen .jüdischen Monatsheften" vom 25. Januar 1917: Betrachtungen über Schmyllers Angriff. „Tie Tisposikion unseres Gemütes bei der Abwehr antijüdischer An-' ,.risse ist heute eine andere als vor 40 Jahren hei der Anfachung dieser Bewegung durch die ..Germania"/ ihrer Fortführung durch Stöcker und endlich ihrer Bestätigung durch Treitschke. Als ich im Januar 1880 gegen Treitschke ichrieb. konnte ich noch auf Verständigung hoffen, und ich bin in dieser Hoffnung nicht gänzlich enttäuscht worden. Jetzt aber stehen wir anders zu diesen neuesten Angriffen, mit denen man die Nettorientierung einleitet. Die Judenstatistik ist vorangegangen, und ohne sitz zu berücksichtigen, benutzt llchmoller die Besprechung einer politischen Schrift, deren Verfasser ein J'ide ist. zu Aeußerungen, durch welche er der neuesten Judenbewegung seinerseit« lie akademische Bestätigung erneuert. Warum versagt unser sonst nicht J.

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