Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 3 (15.11.1916)
- Date
- 1916-11-15
- Page
- Seite 90 (sequence 24)
- Language
- German
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— 90 — t u r cmöfcrtetts wurde ein Abkommen getroffen, das unseren Milglieder» den Gesuch der von dreien Vereinigungen geboicncn Veranstaltungen ohne Enrri-iutlg einer Tondereiiilrinsgebühr gestaticie. Aut i Auttorderung der Großloge für TciOschlanü des U. £. B. B. nahmen iVerirerer unseres Bundes ander Gründungsveriammlung des Verbastoes ocr jüd.'iclicn Fugcndvcrcine Deutschlands teil Wir iraren dem Verbände bei und gehören feit dicfcr Zeit zu seinen Miigliedeicn, lim die Vcrbandsidce uuch in unsere Gegend zu tragen, führien wir alsbald' das o b l i g a I o r i >-chc Abonnement auf die „Mitteilunden" des' Verbandes bei »ns ein. - und bemühten uns, durch Griindun» neuer Iugcndoere:iie für den Verband tätig zu sein. Tie jüdischen, Fugendvercine Harburg und K:cl verdanken zumeist unserer Wörbeiäligkeil ihr Enistehen Mil d:cicn sowie einigen anderen Vereinen gründeten w:r, den Nordwestdeulüben Bczirksverband, dessen Tagung im Fahre lliiü^in unteren Raumlichleiten sta::ia:id. Fm Fahre 1010 wurde unter Arbcitsprogramm durch die Einführung der Freilagabend-Veraniialiungen, durch Einführung von Zcitungsrcferaten, Lvrachkurien, fraaisbürgerlichen Kurien, durch Errichtung einer Mädchen-, einer, 3picl= und einer dramatischen Abteilung bereichert. Fm Fahre lkN3 verdopvelle iich unicre Miiglicdcrzahl dank der eifrigen iTärigkeir unteres'damaligen Bortchendcn Herrn T. L c s c r. Eine Wandergruvpe, eine musikalische Abteilung'," sowie eine solche für Leichtathletik konnten ins Leben gcruicn werden. Teil Ekiobcr 1913 gibt unser Bund als Lokalbeilage zu den Vcrbandsmillcüungcn die „Mitteilungen des Füdi'chen Fugenübundcs Hamburg" heraus, die allmonatlich erscheinen. lWäbrend der >!rie--'i>'ir wird die Loknlbeila ie nur nach Bedarf herausgegeben. Als im Winter 1912/13 die Wogen der politischen Erbitterung unseren Bunds übcr'chwcmmen wollten, beschloß die Hauptversammlung in einer Satzungsänderung, „daß als ordcnrliche Mitglieder nur unverheiratete Mitglieder. die das 30 Lebcnsjabr noch nichr vollendcl haben, betrachtet werden köiiiien. Vcrbe:raie'te und'wiche, d:e d:e Altersgrenze überschritten haben, können nur 'äiitzcrordcnlliche Milglicdcr werden. Außerordentliche Mitglieder baden nur beralcnde Ttnnme," M:i Einführung der neuen Satzungen wurde das Hercinrragen des politischen Kampies ln unseren Bund erneut I ausgeichallcl. Ij Ter Werl der von uns iür das geiainle Judentum geleisteten Arbeit jwird durch die jüdische Gemeinde Hamburg sowie durch die Loge gern anerkannt. Beide gewähren dem Bunde eine finanzielle Unterstützung. Ter S\ r i e'g versetzte unserer eifrigen Tätigkeit, di e zu den schönsten Hok'nungen berechtigle, einen argen biückitoß. Zahlreiche Mitglieder eilten de- Kriegsausbruch sofort zu den Fahnen. Viele meldeten sich freiwillig, andere wurden später eingczogcn. In den Reihen unserer Mitarbeiter entstanden grloße Lücken, Nichtsdestoweniger wurde beschlossen, die Arbeit, wenn auch in, begrenztem Umfange, aufrecht zu erhalten, um das Gewonnen« nicht wieder verlieren zu müssen. Unser Freund und Vorstandsmitglied Herr Dr. Ricger übernahm bald die gesamte Arbeit, da fast alle andere« männlichen Vorstandsmitglieder einbcrnien waren. Ni« stand die Arbeit ganz still Veranstallungen fanden regelmäßig, wenn auch in größere« Zwischenräumen als sonst, statt. Ten Verkehr mit unseren feldgrauen Mitgliedern regelte die M ä d ch e n g r u p p e . die sich der umfangreichen Arbeit mit Geschick und großem Fleiß., annahm. Heimabende wurden von der Mädchengruppe eingerichtet, an denen gestrickt und Liebesgaben gepackt wurden., Zu den jüdischen Feiertagen konnte unser Bund, dank der zahlreichen Spenden, regelmäßig Liebesgaben für unsere Feldgrauen hinau»- fenden. Von dem Willen getrieben, zu Helsen, besuchten die Damen iee