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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-11-15 · 3 (15.11.1916) · p. Seite 80

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
3 (15.11.1916)
Date
1916-11-15
Page
Seite 80 (sequence 14)
Language
German
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80 — geistige Tätigkeit wieder ausgenommen würden. Es wurden von junge'.: Mädchen selbst Referate gehclten über die Estjuden, über Mitteleuropa und ähnliche Fragen. Tie weiblichen Mitglieder haben sich in viel höherem Matze als früher an eine selbständige Mitarbeit gewöhnt. Der Betuch der Veranstaltungen war durchweg gut. Für den Elberfeldcr Verein berichtet Frl. HaaS, das; die Vereinsarbeit im Kriege keiner! ü Unterbrechung erlitten hat. Von besonderem Nutzen ist dabei dem Elberse der Verein das eigene -Heim gewdrden, in dem sich die Mitglieder wohlfühlen. Vom Vorstand waren nur junge Mädchen übriggebliebe.n, die sich vor allen Dingen angelegen sein ließen, für die Vereinsmitglieder im Felde und die verwundeten Soldaten in Elberfeld zu sorgen. Daneben ist die Friedcnsarbeit regelmäßig fortgesetzt worden. Tie Freitag-Abendesind in erster Linie dem religiösen Teil gewidmet, es wird regelmähig aus der Bibel vorgelesen. Für die Mittwoch-Abende mutzten die Mitglieder der Reihe nach Referate übernehmen. Anfang lOlö wurde eine besondere Mädchengrup, e gegründet, die sich dem Fraucnverein augeschlossen und dort die freundlichste Unterstützung gefunden hat. Dem Verein der männlichen jüdischen Fugend in Aachen, für Len Herr Holländer berichtet, ist es nicht möglich gewesen, eine regelmäßige Vereinstätigkeit zu entfalte :, da 80 Prozent seiner Mitglieder im Felde stehen. Tie wenigen Zurückgebliebenen haben jedoch eine großzügige Licbcsgabensammelstelle organisiere und auf diese Weile einen regen Verkehr mit ihren Mitgliedern im Felde unterhalten. ' Die Vertreterin des Ercfelder Vereins, Frl. N u tz b a u m , leilr mit, daß der Verein einen Erwachs von 60 Mitgliedern während des Krieges verzeichnen kann. Es sindtu alle 14- Tage Heimabende statt, in der Woche zwischen den Heimabenden engt die ncugcgründcte Mädchcngruppe. ES wurdet staats- und völkerrechtliche Kurse abgchalten und außerdem alle Neuerscheinungen der Kriegs!iß ratur besprochen. In iit Mädchcngruppe ist eine Turnriege gegrün >et, die sehr gut arbeitet. Auch die W a n - derungen konnten in beipen Kriegssommern fortgesetzt werden. Taneben wird auch in Crefeld für hi: Verwundeten hi den Lazaretten und kür die Mitglieder im Felde gesorgt. In, ganz ähnlicher Weis: wird auch im Verein Herne gearbeitet. Frl. vr. Berliner setzt die Vereinsbcrichtc noch einmal kurz zusammen und weist darauf hin, daß sich die alle vor dem Kriege erprobte Arbeitsmethode auch, in dieser Zen jal« außerordentlich zweckmäßig erwiesen hat. Daß in der ersten Zeit nach Ausbruch des Krieges die Arbeit stockte, ist selbstverständlich und in keiner Weise zu beklagen. Dagegen sollen die Beispiele der berichtenden Vereine allen ein Ansporn sein, wieder zu geregeltem Vereinsbetricbc zi> 'kommen. Keinen Augenblick darf dabei veridste Ausgabe der Gegenwart auch der jüdischen lictzung des ganzen persönlichen Einflusses der gessen werden, daß die dring Jugendvereine rst, unter Ei Führer zu ihrem Teil daran mitzuwirken, daß aus dem Kriegsschauplatz in der Heimat der Geist und um diesen ungeheuren Kami? um seine Existenz zü bestehen. Ein Verein, ec nenne sich, wie er wollq. keine Existenzberechtigung. lieber die Zukunsl des ' bliebenen, sondern diejenige cs, das Haus zu richten. öriinmuug herrscht, die Deutschland braucht. der in dieser Hinsicht versagt, hat zur Zeir Daneben gilt cs selbstverständlich, die alten Arbeitsgebiete weuerzupfleg^n und auszubauen. i j ugenüverbandes entscheiden nich^ die Daheinige- . die von draußen zurückkommen. Für sfe gilt.

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