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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-06-15 · 1 (15.6.1916) · p. Seite 28

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
1 (15.6.1916)
Date
1916-06-15
Page
Seite 28 (sequence 30)
Language
German
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— 2S — J&L’nu’it der Vorträge im Winter 10 14/15: iöctr Alfred Roscnthal, Düsseldorf: M eine Reise an die W e st s r o n t (mit Filmvorführungen!. — Fräulein Netti Daniel, t5öln: Die Fra» und der Krieg. — Herr Rabbiner Dr. Norden, Elberfeld: Der Krieg von 10 1. . . Erinnerungen und Beobachtungen von Vicomte.. Major im Kaiser!. Generalstal'. — st m Winter 1013/16: Herr Rabbiner Dr. Lazarus, Essen: Di c j ü d i s cl> c F r a u und der Krieg. — Herr Rabbiner Dr. K r o n ü e i m . Düsseldorf: Krieg u n d-R e l i g i o n. — Fräulein Johanna it'i euer. Narben: Rezitation e n. — Herr C verarzt Dr. 2 t c i n b e r g, Creteld: H e l b st e r l e b t e ca u s d e in Felde (mit Lichtbildern. — Herr Julius W'i h l, Ercield: Entstehung, Bedeutung u n d Berechtig n n g d e s F r c in d w o r t e S. Königsbcrg i. Pr. . Der Jüdische Jugcndverci,, sah sich bet Kriegsbeginn gezwungen, seine Veranstaltungen einziistellcii. Der größte Teil seiner männlichen Mitglieder ftaird und steül im Felde. Ter Vorstand war bis aus wenige Ausnaluiien zur Fahne eiuberusen oder un Dienste der Hilsslätigkeit beschäftigt. Dringende Wünsche aus allen Kreisen unserer Mitglieder veranlaßten uns, zu Beginn des Fahre? 1013 unsere Tätigkeit wieder nuszunehmen. Erin dem Vorstände, der sich durch Kooptatiou aus den Milgliedcrkreiseii ergänzt bat, auch jetzt sehr schwer geworden, das Vereinsschiss wieder slott zu machen. Nur dem Umstande, das; eine größere Anzahl ausivärtiger Freunde unserer Bestrebungen hier ihrer Dienstpflicht genügte und sich gern in den Dienst unserer 2acl»e stellte, der aufopfernden Tätigkeit besonders. der ioeil'l'chen Vornandsinitglieder, der itels bilssbereiten Förderung der hiesigen I<. t'.-Verbindung Frtburgia, dein Entgegenkoininc» des Kreisvorst.indes zur Förderung der Fngendp'lege, der uns Lchulräuine unentgeltlich zur Versügnng gestelltbat, und Ser hiesigen Kantloge, die uns gleichfalls die Benutzung ihrer 2äle gestaiietc, verdanken wir es. wenn wir allmonatlich unsere Mitglieder zu Veranitallungcn versammeln konnten. Diese Abende ivarcn sehr gut besucht- und zeugten von dem großen Interesse, dasin allen .Kreise:! der Mitglieder hcn Besiretuingen unseres VcrcinS cnigegc!ngebracht wird. Efanden folgende Vorträge statt: Am 21. November 1915 sprach Herr Rabbiner I>r. Vogclstein mit Lichlbilder» über seine Reise in das belebte Rußland; am 28. Dezember 1015 hielt der Lchriftsteller Herr Julius Bab fincn Vortrag über „Tic Juden und die deutsche Gegenwart"; am :il. Januar 1916 sprach Herr Rechtsanwalt Dr. K o ch in a n n ans Berlin über „B e >t r c b u n g e n und Ziele in der deutschen 2 l n d e n-t e n s ch a f t, insbesondere unter den -jüdischen Lindenten"; am 21. Februar 1016 sprach Herr Architekt Bendir aus Berlin mit musikalischen Darbietungen über den „F ü o i sch e n W i tz und H fi in o r". Der Verein beschloß seine diesjährige Wuitertätigkeit am 3. Mai. Rn diesem Abend, der sich durch besonders zahlreichen Besuch auszeichnete, hielt Herr Referendar Dr. L a z a r einen Vortrag ilöer „Aus der Geschichte der Juden in K ö n i g s b e r ß". Eine große Anzahl unserer weiblichen Mitglieder hat sich fast allwöchentlich in den Räumen der Kant.'oge zu einem geselligen Bcisaminensein vereinigt: > ■ I Ter Verein beabsichtigt, im Lonimer Wanderungen und Ausflüge zu veranstalten, um dann im Winter, hoffentlich sct>on in Friedcnszeiten, seine Tätigkeit in erlveitertejn Umfange wieder aufzunehmcn. Er hofft, so zu erstarken, daß er auch' die anderen Jugeirdvcrcine des Lstens, die wie. die jüdischen Gemeinden unter dem Russcneinsalle schwer gelitten haben, äufricktcn und unterstützen kann. I

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