Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 1 (15.6.1916)
- Date
- 1916-06-15
- Page
- Seite 20 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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(Sicpfticb Brünn war eine der markantesten Persönlichkeiten in dein vielköpfigen Ausschuß des Dentsch-Israelitischen Gemeindeblindes. Er war ein nie ermüdender, wahrhaftiger Arbeiter an dessen Werken, nicht nur im Ausschuß selbst und in den Kommissionen, sondern an allein, lvas uns beschäftigte nnd bewegte, nahm er tätig teil, und ließ nicht ab, von Woche zu Woche sich über alle? und jedes zn unterrichten. Und wen» er aus seiner Meiuitni? nnd .Klugbeit beraus sprach, dann staunte mau imme>- wieder von ueuein. mit ivelcher jugendliche» Brüche »nd»rait er — an Jahren ein (^reis — seine Ideen nun Ausdruck, bringen konnte. In ibm loderte ein beiliges Eiter beseelte ilm, wenn e-:- galt, daß das Gute des Edlen Beständigkeit. Darin li’nnclte die Mi\ut des verewigten Ireniides, die in der Elastizität seines Naturells ihr Spiegelbild age. el»e er die Todesfall! t an trat, weilte er in >s ratend, m» alsbald einer neuen edlen Tat, ilen; denn in solchem Vollbringen gab es für Jener, nnd glühende und liechte geschehe. In Edlem ruht ivnnderbare seelische ebenso wunderbaren hatte. A'och wenige unserer Mitte, mit n seiner letzten, sortzm ihn kein Dtillnehen. Groß, gewaltig thron in der Verlust, ni» de» wir klagen, und tief schmerzlich und nachhiltig wird er emptunde» werden. Das Wort des Dcheidenr-, das teil i .'rechen wollte, worin anders kann es an dieser Bahre ausklingen rts in ein Wort des Dankes, tiefgefühlten Dankes riir alles Gute, das er ip unserem Bunde gewirkt, für alle Treue.- die er ihm beständig gehalten hat, für alle ^iehe, »iit der er seine Werke geweiht, für alle Irenndjchait, die er dem Einzelnen entgegengebracht Hat Aber Treue um Treue. Dem Lcboß der Erde vertrauen >vir an, was an Siegfried T rünn sterblich war, die Erinnerung an ihn kann niemals schwinden, Ke Werke, die er geichassen, sichern ihm ein unauslöschliches Iortleben. Bo» Geschlecht zu (Geschlecht wird das Bild der hervorstechenden Persönlichkeit in unserer Mitte überliefert werde». Er wird mit sainei» heiligen Eifer, seiner Charakterstärke, seiner Güte, seiner (?erzensfreiiiidlichkeit ein Vorbild bleiben, nnd so lange der Deutsch-Israelit sche Geineindebnnd bestehen wird, wird sein Andenken gesegnet seit." l>t\ Alfred Apfel: „Ich bringe!dir, 5»[ teurer Tpter, den AbschiedSgruß der jüdischen Jugend ^entschlolnds, vereint im Verbände der Jugendvereine. Es mag ^icr Heute wohl ein jrblcr Wettstreit herrschen, wer dir am nächsten gestanden hat-, das aber darf ich sagen: Wir gehörten zu deinen Lieblingen. 1