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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1916-06-15 · 1 (15.6.1916) · p. Seite 15

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
6/7 (1916)
Issue
1 (15.6.1916)
Date
1916-06-15
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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flm 18. Mai wurde Siegfrieb Brunn in Berlin zur letztest Buhe bestattet, wir veröffentlichen nachstehend die an seiner Bahre gehaltenen Beden. * AnS der Gedenkrede des Herrn Rabbiner vr. Warschauer: ... Tas Bild des Mannes, dem diese unsere schmerzliche Abschiedsstunde flilt, lebt fest Umrissen und tief cingeprägt in uns allen. Wir brauchen nirfjti Zug um Zug seines Wesens, Stück um Stück seines Wirkens zusastimenzufügcn, um uns in dieser Stunde gleichiain noch einmal ein für die Toner bestimmtes Bild seiner'Persönlichkeit neu zu erschaffen.—Nein, er steht vor uns in -seiner. gesamtest, in seiner leiblich-geistigen Erscheinung: seine stattliche Gestalt mit dem charakteristischen Haupte, den kluge», leben- und Iiigendsprühendcn Zügen, ^Abbild seines inneren Wesen, -reizvolle Mischurg von Alter und Istgend, scharf denkend, bedachtsam plüsend und wä zend aus der Erfahrung eines Langen Lebens heraus und doch wieder begeistert und begeisternd, estergisch und rastlos vorwärts drängend und vorwärts reifend, wie saugend, die sich durchsetzen will. Aujch sein Werk ist unserem Geiste gegenwärtig. Was Siegfried Brünn gewollt und geschaffsn hat, das braucht im Grunde niemandem von nnp erst jetzt gekündet j zu werden. Tiefer starke, lebendige Eindruck esner außergewöhnlichen Persönlichkeit stellt -uns' darum für diese stunde , nur die eine! Anfga>'e, und erleichtert sie »ns zugleich, die Aufgabe, Trost zu suchen ob miseres Berlustes, den Trost der! Religiost, jenen wahren, edlen, fronimcn Trost, der quillt aus der Erkenntnis des EwigkeitSgehaltes ini Werke.und im Wesen unseres Heimgegangenen.!! 'ieje Erkenntnis mast sich uns zum Tröste und zur Erhebung erschließen an der Hand des Wortes unseres biblischen Spruchdichters: .„^nraifli eluij^im leinualoh leniasivil". ..Aufwärts zur Höhe führt'den Preisen sein Lebenspfad/f i Verewigter hinanschreitsn. s und schon -darum, wertvolles Aus eigener Kraft, geführt von n Verstände, getragen von einer chäffenskraft, einer starken, stets rnden Energie, einem strengen, ernehmen zur Höhe führen^ ihm er Berufswelt, sich selbst seinen denen der Bernfsgenossen und cher Art zum Erfolge schreiten, tlichcn Sinne. Icst zu Lebenshöhen durfte unser Eist von rastloser Arbeit erfüllt^ Leben ist ihm. bcschiedcn gewesen, l seineiwiklarcn, scharfen, kaufmännischc nimmermüden Schaffensfreude und § das Höchste auch von sich selbst ford festen Pflichtgefühl, durfte er sein Un eine weithin geachtete Stellung in 1 Wert in den eigenen Augen und in Mitarbeiter schaffen. Wahrlich, in das ist jein Weg zur Höhe^auch-im si si'l

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