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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-08-01 · 8 (1.8.1914) · p. Seite 211

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
8 (1.8.1914)
Date
1914-08-01
Page
Seite 211 (sequence 15)
Language
German
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211 I schildert uns ein Augenzeuge (35), und recht in! irest'ant ist eine Kleidei ordniing der Frankfurter Juden (17), dergleichen freilich in damaliger Zeit auch bei Christen notwendig war. Andere Ztücke sind zum VerstänHnis der Weltliteratur von Wert. Zo lernen wir die älteste Gestalt der aus Lesfinx wohlbekannten Ring- 'parabel. in der jüdischen Erzählung von den Heiden Edelsteinen kennen (26) und lernen aus Nr. 13, daß Lhakespuares bekannte Erzählung von Zhylock ursprünglich umgekehrt bericktet wurde, indem ein ^nde einem Christen das Pfund Fleisch aus dein Körper zu schneiden beabsichtigte und nur durch einen Urteilssprnch des Papstes daran gthindert wurde. J ■ ■ ' Leider macht der Verfasser bei Mendelssohn Halt. Daß er die Geisteskämpfe des 19. Jahrhunderts nicht berücksichtigt, ist verständlich aus feinem berechtigten Ltreben, ein Buch für alle Richtungen schaffen. Aber die Aufnahme von Urkunden ans der Geschickte des Emanzipationskampfes wäre wünschenswert gewesen. . Ter einzige Fehler des vorzüglich ausgestntteten Buches ist — der Preis: 4,30 Mark. Aber d.er Verleger hat sich erfreulicherweise bereit erklärt, Vereinen, die es bestellen, weit entgegenzukoinmen. Es wäre sehr zu wünschen, daß recht bald durch ,zahlreiche Bestellungen eine zweite Auflage ermöglicht würde. Einstweilen linden ssch sicherlich Mäcene, die unseren Vereinen soviel Ereinplare zur Verfügung stellen, daß auf zwei bis drei Teilnehmer an einem Lehrgang ein Buch: kommt. Lernende und — Lehrende werden ans seiner Verwendung großen Nutzen ziehen. Milche lugendvereinsal-deit auf der Ausstellung „Unsere fugend" in Lfsen. Von Pr. S. Samuel, Essen. Es war wohl kein Zufall, daß in Essen a. d. Nuhr zuerst der Gedanke Verwirklichung fand, die moderne Jugendpflege im Nahmen einer Ausstellung für Erziehungswesen dem großen Pudlikum näher zu bringen. Essen hat eine so schnelle Entwickelung durchgemacht, daß ihm an allen Ecken und Enden unübersehbare Ausgaben erivuchsen, vorzüglich auf dem Gebiete der Erziehung. Es ist anerkennenswert, wie die Stadt denselben gerecht zu werden bemüht ist; bewundernswürdig aber auch die nebenher gehende, freie Vereinstätigkeit in der gleichen Nichtung in de» verschiedensten Lagern. Cs existiert hier vielleicht der bedeutendste, evangelische Zünglingsverein (Leiter Pfarrer Weigles, die bestorgani.sierte Jugendpflege für die Angehörigen einer Weltsabrik, die Kruppsche, und es sind hier, bc sonders seit dem Erlaß des Ministers vom Januar 1911, die vaterländischen Blüte gelangt. Unser jüdischer stugendverein hat ja Arbeitsziele und -Methoden; aber er hat doch Wert übrigen in Fühlung zu bleiben, und aus ihren Erfahrungen Mutzen zu ziehepr' Er hat den Vorzug, durch ein Mitglied seines Vorstandes im Stadt ausschuß/für stugendpslege vertreten zu sein. Einer gewissen städtischen Für sorge erfreut'er sich besonders seit der Angliederung einer Knaben- und einer Mädchengruppe, in denen die Ju g c n d von 14 b und nicht sowohl mit schwerer, geistiger Nahrung, als dern, Spiel und Handfertigkeit für eine nützliche Au und edle Geselligkeit gewonnen wird. Vereinigungen zu hoher längst seine bestimmten daraus gelegt, mit den s 17 Jahren erfaßt mit Turnen und Wcrnfüllung der freien Zeit

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