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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-06-01 · 6/7 (1.6.1914) · p. Seite 189

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
6/7 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 189 (sequence 29)
Language
German
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— 189 — Lainuel-Lohn Gottes nannte, indem sie sprach:! ..Von Gott habe ich/ erbeten." Das Bibelwort von dem Knechte, der die »doppelte Zeit des M lingS gedient hat, ll ^abre", .wird illustriert durch das altsemitische das sür den Mietling 8 Aahre Dienstzeit vorschreibt.' Ucberhaupt ist ihm die vormosaische und urhelräische Religio^ und 1* Untergrund, aus dem die Bibel ihre Gesetzgebung später auigebanl hat/ Gejc hn etb. Etbik vel-schiedenes. Eine Schrift Georg P l o t k e s »H e i n r i ch H e i u e a l s D ich t;c r d e.s ei u d e n t u m s" fordert die Kritik heraus, l Trotz gelegentlicher, meist unzureichender Vorträge und Schriftchen über die «Wellung Heines zum Judentum war das Problem noch strittig. Die Lchri I Plotkes aber wird dazu beitragen, die Bedeutung Heines für die ftudeuheil schärfer und klarer zu erfassen. ES lägt sich nach der Lektüre der Plotkfschen 'Arbeit, die bei Earl Reißner, Dresden, erschien i Preis 3.— M.ß nicht ii iifiiiCn: Die ganzen persönlichen Beziehungen Heines zuin Judentum, tvelche ,im Kulturverein beginnen, wurden durch seine Konvertierung nicht abgebrockmi. Auch später nimmt er überaus lebhaften Anteil an den Geschehnissen in! der ^udcnheit, der er sich als Mitglied zurechnct. Lein ganzes Dichten in b Denken, seine religiösen j Porstellungeii werden restlos nur durch seine Bezie siingen zum Judentum, ver-, standen. Plotkes Monographie hat den großen Vorzug, daß sie eine überaus flüssige Darstellung bat. Sie weckt Lbmpaihien für Heine, selbst, wo diese erlöscht waren, und sie vertieft das Versründiiis ihr seine Lchriften. Plotke iveiß aber auch geschickt jüdische Probleme auszmpersen und' zu behandeln. Neben einer Heine-Ausgabe erscheint mir der B jsitz der Plotkeschen Monographie für sehr wertvoll. Aber doch cun» i.ili.-'! Plotkc schablouisiert Heine. Zuerst ist Heine Zionist und Nationnljudt, um langsam Reformjude ' im modernen Linnc lPlotke nennt sogar Namen, wie den C. Leligmaiiiisi zu werden. Auf L. III. erscheint das Reform judenrtm als »höchste Ltcigeruug seines /»udeutumS". — Auch die milde Beurteilung der Taufe, die Plotke'aüi T. 10 vorbringt, dürfte nicht nach jedermanns Geschmack und Anschauung fein. Neben dieser wertvollen Erscheinung ans dein ^Büchermarkt verblassen die Pamphlete des jüdischen Verlages: „Begriff i'nd Programm einer jüdischen SÜi t i o n a l l i t c r a t u r" von Ilft orig G o l d sr e i n und« - »Das jüdische Volkslied" von Kisselhoss. Die beiden Abbändlungen darf man als Vorstudien betrachten, da der Ltoff der beiden Broschüren einer eingehenden Bearbeitung bedarf.!- Der Roman »Lus»: men schon'"'von L. L ck a ch n o w i >z «Verlag de^ ..Israelit"« gehören zu der sog. llnterhaltungsliteratur; weil der Held am/Ende nach Palästina geht, werden einige Leser erfreut sein. Dieses „gute''!Ende entschuldigt noch nicht die mangelnden literarischen Qualitäten des Buckes. Eigenartig aber fachlich, gehalten ist die Arbeit Hugo Berg m n n n s »W orte M o s i s" (Verlag: Bruns, Minden«. Ter Herausgeber streift kurz die Mosesforschung und gibt sodann eine Lese der Worte M.' aus der Bibel/ Der Verlag will mit den ■ Worten der Großen der Völker eine Tammlung! veranstalten, »die zir einem unerschöpflichen Pantheon menschlicher Geistesgröße werden soll". Qb dabei neben den »Worten Mosis" auch die »Worte Casanovas" in die Sammlung kommen mußten — wie es geschah —, ist ftaglich. beiden Werke nicht in einer Kollektion beisamine sehen möchten Es gibt Leute, welche öiese. T\ A; T.

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