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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-06-01 · 6/7 (1.6.1914) · p. Seite 186

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
6/7 (1.6.1914)
Date
1914-06-01
Page
Seite 186 (sequence 26)
Language
German
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— 186 — f . I Jude wenigstens einmal in seinem Leben in Palästina gewesen sein müsse, und da das neue jüdisch« Leben im Lande — neben allen historischen Stätten usw. — außerordentlich viel bietet, was sonst nirgends auf der Welt zu sehen ist, so nimmt diese moderne Wallfahrt zu und bringt immer weitere Schichten der Fudenhcit unserem'Ansiedlungswerke in Palästina näher. , Neuerdings sind auch zu den früheren Formen der Ansiedlung neue getreten. Tie Niederlassung von Arbeitern und die Ansiedlung jemenitischer Etüden hat dem Lande sehr wertvolle Elemente zugeführt. Während früher die Fugend der Kolonien vielfach ausivanderte. bleibt sie beute bereits im Lande, und die geschulte Arbeit der jüngeren Elemente hat durch ihre Erfolge auch den älteren Kolonisten wieder Mut gegeben, so das; jetzt ein ganz neuer Geist in den Kolonien wieder eingezogen ist. Eine besonders wichi igc neue Form der Änsiedlung bietet das Sustcm der „Achufab", das von amcrikanisckcn Fudeu zuerst ausgegrissen und in einer neuen. Kolonie am Tiberiassee verwirklicht worden ist. Amerikanische Fudc». die über keine großen Mittel verfügen, aber imstande sind, im Laufe einer Anzahl von Fahren aus ihren Ersparnissen die Summen zusammenzubringen, die zu ihrer Ansiedlung in Palästina nötig sind, haben sich zu einer Ge sellschart zusammengetaii, zahlen jährlich bestimmte Beträge ein und lassen sich dafür in Palästina reue Heimstätten vorbereiken. Die Ueöersiedlung ist erst nach zehnjähriger Vorbereitung, Bepslanzung des Bodens usw., in Aussicht gcnonimen, dann aber findet Feder ein bereits guten Erttag lieferndes Eigentum vor, das ihm eine dauernde Erisrenz gewährleistet. Dieses Snstem ist seither auch in anderen Länder (neuerdings auch in Deutschland) aufgegriffen worden, und man erbosst davon einen großen Aufschivung des jüdischen Ansiedlungswe kes in Palästina. \ Schließlich sei noch einiges von den allgemeinen Fortschritten des Landes erwähnt. S > ist eine neue Eisenbahn im Bau, die Ferusalcm mit Noblus, dem alten Sich«m. und mittelst der Hedschasbahn sowohl mit Haifa wie mit dem Tiberias-Sce und mit Damaskus verbinden soll.j Ferner sind große Hascnbauten für Fasfa und Haifa französischen Unternehmern zugebilligr worden, und zu allerletzt seien noch die großzügigen Arbeiten erwähnt, die — von maßgebliche r christlichen Seiten in Deutschland wie auch von Fuden und speziellen silbischen Drganisationcn in der ganzen Welt unternommen — unser altes Ferusalein innerhalb lvcniger Fahre zu einer der gesündesten Städte der- Erde machen. Besonders handelt es sich dabei um die Bekämpfung der Maiaria und der Aegvptischen Augenkrankhcit. Auch die jüdischen Aerzie Palä tin.as haben sich hierbei aus der Höbe ihrer Aufgaben gezeigt. *

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