Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 6/7 (1.6.1914)
- Date
- 1914-06-01
- Page
- Seite 165 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit den religiösen Postulciten des Juden» verbunden 'die sozialen. Tie jüdische Religion Lebensethik. Wer religiöse Postulate aufstellt,! auf. Ich weiß i»ich hier einig mit allen meiness daß allen unbegrenzte Zehnsucht und Liebe nacÄ innewohnt. Tie jüdische Lehre, die Thora, war r Vergangenheit, sie alkein verbürgt auch die gokstcm? Zukunft unserer Gemeinschaft. Nur Anregungen zu geben, warj meiner Worte Zweck und Aufgabe; sie in. die Tat uinzusebcn. sei >,Der aller Lcbensidcal. 3ur TOanberDogelfrag<j INS sind untrennbar ist zugleich sozial«? stellt zugleich soziale Freunden; ich wssß, jüdischer Betätigung ie Grundlage unserer r Tie bekannte Resolution des Wandervogel tk. V., Bund für deutsches Jugendwauderu, zur Judensrage hat untere Vereine stark be-. schäftigt. Wir geben im Folgenden zwei Presseberichte über die beiden, größten öffentlichen Versammlungen, in Fraijkfurt a. M. und in Cöln a. Rhein, die unsere Vereine gemeinsam [Init den Trtsgrupveu des Centralvereius .deutscher Ztaatsbürger jümscbeu Glaubens veranstaltet haben, wieder. j! Tie „Frankfurter Zeitung" vom 1. Mai l!^-l schreibt: Jilgriidbrwcguiig und Autisruiitssmus. Tie Beschlüsse des W a » d e r v o g e l s «5. P. uuf seiner Tagung, nt" Franksurt n. C., die bestimmt ivaren, die FuÄnsrage durch ein Kom-. promiß ans der Welt zu schassen, haben nicht beruhigend gewirkt, sondern die Tiskussiou eher neck, verschärft, Fn einer sehr stark desuchten Bersaininlung, die vom entrat v e r ein d e ch g e r j ii d i s di e n G l an d e u s und dein F u g f i o r c in den Börsensaal einderusen ivar, Iiaij < große Anzahl von jugendliche» Wandervögeln e. weise störend demertöar machten. Ten Vorsts M a i n z e r, der in seiner Bcgrüßungsansprachls weise des Antisemitismus schilderte und ans die -efabr der antisemitischen Verseuchung der Fugenöbcwcgung hinivies. Frl. Cora B c r l i n e r, die jugendliche und ueredre Geschäftsführerin des Verbandes der jüdischen Fugendvereine To rschlands, vezcichncle die Wandervogelbeivegnng als eine Notwendigkeit, geboren aus dem Trang der Fügend nach einer freien, nicht von oben h.r schcmarisierten'Betätigung. Tic Gefahr besteht, daß die gesunde siugendbewcgung sich rjon einer bestimmten Richtung cinsangen läßt, die T >ngc in den Wandervogel hineinträgt, die nicht das Mindeste mit ihm zu tu» haben. (Beifall). Mit unglaublicher Rührigkeit und Gewissenlosigkeit har der Antisemitismus seine Agitation betrieben und bis in die schulen die schamlosesten Hetzereien getragen. Tiese Arbeit blieb nich ohne Cindrull auf die jugendlichen Gemüter,, zumal man die Gefahr in den frei gerichteten Kreisen des Wandervogels unterschätzte. Trc rdem kann nicht gesagt werden, daß der ganze Wandervogel einen Antisemitischen Charakter angenommen habe, vielmehr hat eine ganze Ayzahl von Organisationen Protest gegen.die antisemitische Agitation eintelegt. Ter Frankfurter Beschluß aber, der zwischen , den beiden Richtv igen „vermitteln" sollte, bedeutet in Wahrheit eine Förderung dcu Antisemitismus, 2* s di er T tu a l s b ii r - e n d v e r e i n M o n l.ee sich gestern^ auch eine iigefttiiden, die sich teilsührrc l»r. nwä. Mar die geänderte Kampfes-