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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-05-01 · 5 (1.5.1914) · p. Seite 154

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
5 (1.5.1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 154 (sequence 26)
Language
German
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Ächtung im Verkehr untereinander; wir wollen der Wahrhaftigkeit und dem Frieden dienende junge von dcm Ernst und der Leute erziehen. Unsere Mitglieder sind fast sämtlich Sicherheit, mit dem die Leitung an ihrem Prinzip festbält, überzeugt; sie arbeiten fleißig und verläßlich mit. Unter den Gemeinde- Mitgliedern erfreut sich folgende Vorträge diskutiert: Herr Rabbiner l)r. Herr Dr. Timon: „Ges Heiinann: ..Rabbi Akibc der Gegenwart" (zwein furier Tclegiertentag. des Ehanuckafestes." - der Jugendbund hohen Ansehens, wurden im verflogenen PereinSjabrc gehalten und Perges. Leipzig: „Unterhaltungen und Zerstreuungen unserer Vorfahren im Ghetto." — Herr Dr. Escbwege. Würzhurg: „Geschichte der Juden von der Zerstörung des Tempels bis auf die Zeit ESraS und NehemiaS." — Her: Dr. Simon: „Naturnotwendigkeit des Sterbens." — rndheitsregeln fürs tägliche Leben." — Herr Prediger Herr Liebermensch: „Ereignisse unter den Juden al). — Herr Liebermensch: Bericht über den Frank- Herr Liebermensch: „Ter geschichtliche Hintergrund Herr Dr. Goldberg: „Erziehung zur Persönlichkeit." Herr Born: „Jüdische t rfinder und Entdecker." — Außerdem fanden 4 Tiskussicms-, 3 musikalisch-teklamatorische, 4 Spielabende. 2 außerordentliche Mit- .’iiu' Ebanuckafeier und ei» Stiftungsfest statt. — Genmer ziecimal, im Winter einmal. — Seit Januar und Herren in gesonderten Riegen in einer städtischen gliederversaininlungen. »-ändert wurde im So 1014 turnen 20 Damen Turn balle unter fachinälnniscker Leitung Einen öffentlichen Veranstaltung dargetan ans Dresden über das steh«.«, znriickblicken, das zirka 1 öo Personen in kölln. Wir hatten auch sigen' Israelitischen Bi' Vortrag veranstaltete unser Verein, am 24. März, der aus jüdischen uüd christlichen Kreisen unserer Stadt sehr zahlreich besucht >var. Nachdem der Vorsitzende die Berechtigung einer solchen hatte, sprach Herr Rabbiner Professor I>r. Winter Thema: „Nichtjuden als Gelehrte jüdischer Wissenschaft" in einer tiefgründigen und doch zu Herzen gehenden und packenden Art, die ihm reichen B »fall eintrng. Das Voigtländische Amtsblatt brachte einen fehr eingehenden Bericht. Neukölln, linier Verein tonnte >m Febrnar ans ein vierjähriges Be am N Febrnar durch ein Stiftungsfest gefeiert wurde. Dieses Feit, das gleichzeitig unser großes Wintervergnügen lvar, vereinigte den Räumen des „Deutschen Wirtshauses" zu Nendie Freude, unter de» Gästen die Vertreter der hieüdergemeinde nnd des uns befreundeten Jüdischen Jugendvundes zu Bcrli i begrüßen zu können. Das Fest hielt uns bei Tanz nnd Vorträgen bis spät in die Nacht zusammen und brachte auch unserer Vereinskasse einen ganz bei rächtliche» Ileberschuß. Außer den ivöchentlichen Per-, einsabenden. die jeden 'Mittn'uvti im Deutschen Wirtshaus«.' stattfanden, hatten wir auch verschiedene interessante Vorträge. So sprachen bei uns u. a. unser Ehrenvorsitzender Herr Rabbiner .gamerase über die Themata: l. Ist das rituelle Schächten eine Tierquälerei? 2. Meine Reiseerlebnisse in Rußland. :>. Die historische Bedei tung des Buches Esther. 4. Boernes Verhältnis zum Judentum. Herr Beckast über d«ts Thema: „Aus großer Zeit vor 1(k> Jahren, ein Rückblick auf die BeEeiungskriege". Herr Dr. Cohn über: „Heinrich Heine nnd die Inden". Herr öandelsredakrenr Hans Goslar: „Der Antisemitismus in der deutschen Jugend". Außer den Diskussionen, die sich den Vorträgen anschlossen, veranstalte!en wir mehrere interne Tiskussionsabende. -- Am 4. März 1914 war unsere Generalversammlung, in der ein neuer Vorstand, bestehend aus 0 Mitgli 'dern. gewählt wurde. Unsere Kasse hatte einen Bestand von 118,47 Mar, unsere Bücherei umfaßte 165 Bände. Daß unser Verein im lebten Jahr : eine» großen Aufschwung genommen hat, kann man aus dem stetigen Amvahsen der Mitgliederzahl ersehen, die jetzt.64 gegen HO im Vorjahre beträgt. Wir «vollen hoffen, im nächsten Jahre über ein ebenso gesegnetes Pereinsjahr berichten zu können. , ' Georg Z lv c i g. I. Vorsitzender.

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