Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 5 (1.5.1914)
- Date
- 1914-05-01
- Page
- Seite 151 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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joiuie Der »erteil Rechtspraktikant W. Mronljcimcr, <und. miis. Z. Wald,,er und «-and. ined. lIDoff Hirsch; zur Bereicherung Des Programms trugen außer- Dem Jyrau Richard und Herr Neuhaus in liebenswürdigster Weise bei.. Reicher Beifall lohnte die anerkennenswerten Bemühungen aller Mitwirkenden. Zni weiteren Verlause des Abends wurde die feftesstimmung sowohl ' durch humoristische Darbietungen unseres Frl. Alice Drcy und des Herrn Rechtsanwalts I>r. F. Kahn als auch durch ein als „Gasthaus zun; bösen Haman" eingerichtetes Nebenzimmer noch erhöht, in dem echte Münchner fröhlichkeir und Salvator verzapft wurden. Ein lustiger Tanz hielt die fugend des Vereins bis lange nach Mitternacht in seinen Banden.. Das glänzend arrangierte fest, das in jeder Beziehung, erfolgreich verlies, wird allen Teilnehmern wohl »och lange in angenehmer Erinnerung bleiben und hat auch dem jungen.Verein viele neue Anhänger gewonnen. Ludwig R c g e n ft e i n c r, c-uiul. jur., H ans A n er b a ch, »-uiul. jui. Frankfurt. Der Verein „Montefiore" gibt soeben seinen -Bericht über das vergangene Zahr heraus. Wir entnehmen diesem' überaus interessanten Bericht das folgende: Auch im verflossenen Zahre hat sich der Verein gikweiter entwickelt, so daß man mit Genugtuung auf dasselbe zurückschauen kann. Die alten Einrichtungen, die sich vortrefflich bewährt haben, sind beibchalten und weiter ausgebaut worden. Die fremdsprachlichen .v> ii r s e haben im Berichtsjahr eine Aepderung insofern erfahren, als man ihnen mehr den Eharakter von .Konversätionsabcndcn verlieh und zu ihren Leitern, statt der bisherigen deutschen Lehrer, Ausländer berief. Nur für die Anfangskurse hat nian die Deutschen Lehrer beibchaltcn. Die Beteiligung war, sowohl in bezug auf die Ausdauer der Teilnehmer als auch auf ihre Buhl, lebhafter als früher. Auch der S t e n o g r a p h i e k ur s u s wurde rege besucht, weniger rege leider der hebräische Sprachkursus. Die am Sabbath vqrmittag abgchaltenen ^diiurim erfreuten sich dagegen eines starken Zuspruches, gewiß ein BeipciS. weich' ivarmes und großes Interesse die Zugend dem Hebräischen als der spräche der Bibel' entgegenbringt. — Auch die körperliche A u S b i l d u n g hat sich der Verein angelegen sein lassen. Allwöchentlich finden sich die turnlustigen Mitglieder zusammen. Die T u r n a b t c i l n n g ist weiter ausgebaut'worden und auf Veranlassung des Verbandes ist in diesem Zahre auch eine Wandergruppe gegründet. Die Wandergruppe hat in dem Zeitraum von Ende Mai bis Ende Dezember nicht weniger als 31 Wanderfahrten ausgeführt. Zm Sommer wurden unter bewährter Leitung Turnspiele abgehalten, für die Lchrkurse und Turnspiele, «in denen sämtliche Mitglieder kojtenl o s tcilnehmen können, wurden vom Wie in früheren Zähren, wurde auch Vorträge benutzt. Es wurden die folg erein mehr als 1000 Mt. auSgegeben. diesmal der Mittwochabend für die yden Vorträge durch namhafte frankfurter und auswärtige Redner gehaltein: l. Die Entwickelung der jüdischen Bevölkerung in frankfurt a. M. - 2. Botanische streifzügc durch die jüdische Literatur. — 3. Friedrich Hebbel. —- 1/ Tic Zuden in der Römischen Kaiserzeit. — 5. lieber die Romantik des jüdischen Martyriums. — 0; Richard Wagner und die Zuden — 7.—10. Die Zuden in Spanien (Zyklus von vier. Vorträgen). — 11. Heinrich Heine. — 12. Tie moderne jüdisch-deutsche Literatur. — 13. Glücket von Hameln. — 14. Gabriel Rießer. — 15_—1(>. „Grünewald", Hygemc der Zuden (2 DiSkussionsabcndcj. — 17. Tie jüdische Zugendbcwegung lDiskussionSabcnd). — IS. Kaufmännischer Nachwuchs. — Den Vorträgen schlossen sich meistens Diskussionest an. Dies war regelmäßig der fall im Sommer, wo sich jüngere Mitglieder als Referenten betätigten. - Mit Erfolg wurden auch mehrere musikalisch-deklamatorische Abende, chine Ehanuckaseier und ein' Sommerte st veranstyltet. Besonderen Wert hat der Verein auch auf den freundschaftlichen- Zusammen-