Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 4 (1.4.1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 115 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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- 115 - i bet „praktische Arbeit in ausfordert, die vorbildliche tschcn kleinen Geineqnden Er empfiehlt engen sowie an die jüdi n K e s ii b l s muss, nl* »igendbewegung l'ctn teiltet •I Ans ch e Protokoll der Tagung des „Mitteldeutschen Bczirksverbandtö der jüdischen Fugcndvereine" in Bebra am Sonntag, den 13. Februar 1014. Herr i ninl. ehern. L ö iv e n st ein- Göttingeni! eröffnet um l l Uhr vormittags die Tagung. Er begrüßt Herrn Nr. Äpfel, den ersten Borsitzende» des Gesamt Verbandes und stellt fest, daß sämtliche dem Bezirksverbandj angehörigen Vereine >12» mit Änsnabme des Vereins der weibliche» jüdische» Fugend Nordhnuscn «eine Entschuldigung liegt vo!tl vertreten sind. Lehrer .Ü a b - Borken erstattet ein Referat kleinen Gemeinden", in dem er die Bezirksvereinc Arbeit, die die Fugendbewegung in den mittcldest leiste, auszubauen und snstematisch zu vertiefen, schluß an die offizielle F u g c n d p f l e g i L e.h r e r s ck a s t. Tie Belebung des religio selbstverständliche Forderung der jüdischen s iverden. Referendar R o s e n b e r g - Eassel spricht über „Tie Arbeit der Fuaenduerrinr in den großen (Gemeinde»". Er ivarnt vH' allzu großer A u s l»Jr e i tung bejr Verein e. Es komme vor allem darauf an, einen kleiifen aber tirchtigen Stamm von ernsten Mitgliedern heranzuzieheu. :>tbsere»k warnt weiter vor einer allzu intens! »tu Betätigung mit s oiz i al e ti T i n g e >,. Seiner Meinung nach seien die jüdischen Fugendvere-ne keine f o_ti f e s s i o n e l l e » Vereine ilebhafkrr Widerspruch!. Er hält cs:riir einen großen Fehler, ivenn man die jüdische Fugend aus den Wandele v o g c l v e r e i n e n herauslocke. iLebhaftr ^njtimmung.i Rejerent nein darauf hin, daß sich die Organisation der t > e i b l i ch e n-j ü d i'sch e n Fugend nicht so leicht durchführen lasse, wie man sich dies vorgestellt lhnbe. Er hebt iveiter die Bedeutung allgemeiner nicht jüdischer Vortragsthemeu hervor. j i Ih . A pfel - Berlin spricht über „Tie augenl liikliche Lage drr jüdischen Jugendbewegung"'. Seine Ausführungen waren streng vertraulich». | An dieser Stelle sei folgendes mitgetcilt: Ä'nchdcm Referent sich über die ausgezeichnete Wirkung der Frankfurter Telegiertentagung aus gesprochen hatte, verbreitete er sich eingehend über die Notwendigkeit diner E u t p o l i t i s i c r u n g der F n g e n d b e iv c g u n g. Unter den jugendlichen Verbandsmitgliedern uiache sich der lebhafte Drang geltend, von den Partei- und RichtungSfragcn sreizukommcn. positiven L e r n st o f s. Es seien bedeutsam den, daß sich die heranivachsende Generation in anderweitig orientieren-iverde als es bisher der fündige,> Tiskunioiieii. über ilum verlange vor allein e Anzeichen dafür vorhanparteipolitischer Beziehung all geivesen sei. I>r/Apfel weist ferner auf die Schwierigkeiten der Heränzü hung neuer Vercüiis-. Man müsse sich darüber klar sei daß einem berufstätigen l e i t x r hin. Menschen die Leitung eines Fugciidvcrcius höchjens 3—4 Fahre zugcmuter werden könne. Er habe diö Empfindung, daßj vielt FugeiidvereinSleiker picht rechtzeitig genug Vorsorge nach geeigneten Nachfolgern treffen.! (Gerade die bedauerliche Zerrissenheit der lebten Wh hcn habe die Notwendigkeit einer neutralen Fugcndpslege von neuem darghian. Ter Referent ipricbt über die für seine Begriffe allzu rapide Ausd!:bnung d c s' V e'r!b a n - des. ferner über das ungeahnte Wachsen der flbonuentenzahl!der „Mitte i l u N g e n" sowie über die finanzielle Lage >es Verbandes.' Schließlich, empfiehlt Dr. Apfel, sich um die sogenannten P a r t e i - F ug e n d i eine überhaupt nicht zu kümmern, diese ruhig und sie nicht etwa als Konkurrenz auszufasseii. ihren Weg gehtu zu v Erlassen