Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 4 (1.4.1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 104 (sequence 10)
- Language
- German
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— 104 —, beule im Sinne des niittclnltcrlicficn Lehrers Züljkia >> Abraham, der die jeweilige Landessprache dem Aramäischen für gleichwertig erachtet, vielfach ein Gebet in der Mutterspracheporgctragcn wird.! Das Stück I'jtuin tmkkot<irotli entbält Porschriften über das einst zu Jerusalem dargebrackte Näncheriverk und ist läxlü ans mystischen Gründen als Mittel gegen die Pest cingesübrr worden. Das Lied Lecha >l<»Ii, dein Heine ein Denkmal gesetzt bar. und die ibm voralngehendcn Psalmen sind erst im 10. und 17. eiabrbnndert durch kabbalistische Agitation in den nultus eiugedrungen. * ] I * Als mau infolge blutiger Peligion^verfolgiiiiitleii das freie Predigtwon bei den Gcineindcandachrcn einschränkeg mugte, legann man im \ ^abr hundert, poetische Stücke einzuschalten. Diese Kieze» l’hit'im. > Sollte das rätselhafte Wort Il.aiia mit üoui» ziliainmcnhangen't) Massgebende Ge setzeslehrer hielten die Neueinführung für eine verbotene (»lebeisunier breckiung. studai ben Barsilai, zeiht manche dieier Schöpfungen der Geschmacklosigkeit unl> Unbildung, und Auljorilätin. wie ooief Earo im Schi;! «lian=Anu-li und im lb. Jahrhundert der Gaon Elia v. Wilna tuenden sieb [ gegen die Piutim. die allmählich die Släiningebele völlig ülierivucherten und die Andacht durch ihre lieberfülle erdrückten und erstickten, pudern wurde sie der Petergemeinde unverständlich.! So kam es. das; inan gedankenlos am Si-hxbnoili bic; aramäische Einleituiig zur arainüiichen Ileversetzung des Schrifraöschnttts >> Akil.-mmtli) noch beibehieli, als längst der Brauch schivand, die Doisa in' i>iij araniäische Umgangssprache zu üversetzen. Man dichtete auch arabische 1 ’iiuiini, so wird ein arabiiches ->>lxü»i>alipinl von Sandig ‘.lfci*► > noch beute in Nordafrika gebetet! Lock, nicht nur'eine Literaturgeschichte des Simiurs in Machsor* givl ielvogcn. Geschichte der Toravorlesung, der und Einrichtungen wird mit musrergülriger Genauigkeit ujid plastischer Anschaulichkeit dargcstclli. Wenn einst die jüdische ttinagojge, ihrer Aeniter Theologie ihr einseitiges ütert haben wird. lirerargeschichtliches Interesse an religiösen Erscheinen erw dann wird inan auch sich neben dein äuszeren Werdegang um den inner» Herzschlag der Gebete wisscnschastlich küinincrn, mgn wird sie als Erfahr»» gen religiösen Lebens religionspshchologisch tvertjni und die dankenswerte Leistung Elbogens ergänzen.