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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-03-01 · 3 (1.3.1914) · p. Seite 90

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
3 (1.3.1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 90 (sequence 26)
Language
German
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Untcrbiiltuiiftäipii'U' Königshüttc. i^üSiftfier ,'ugenbocrcin.i Ter neu gewählte l'orftanb des jüdischen Jugendvereins hat sich neben der Pflege eckt jüdischer Geselligkeit auch die Pflege von Literatur, >tunst und Wissenschaft auf sein Programm gesetzt. Um diesem Ziele näher zu kommen, veranstaltete der Verein am 24. Januar in den Räumen der Michael-S ichs-Loge einen llnrerbaltungsabend, an dem Herr Rechtsanwalt vr. Lchaefer einen Portrag über „Eine jüdische Universität in Palästina" hielt. Tie anschließende lebhatte TiSkussian zeigte,!daß gerade dieses Thema die Hörer gefesselt und zum Nachdenken angeregt hatte. Musikalische Tarbietungen hielten die Anwesenden noch lange beisammen. Am 0. Februar veranstalteten >vir in den Räumen der ^Michael-Tachs-Loge" einen Tecabcnd. Ta der erste Vor- . iigende Herr Hans Freund verhindert war, begrüßte der zweite Vorsitzende. Herr Frig Ring, die Erschienenen, indem er zugleich de: Hoffnung Ausdruck gab, daß die Zahl der Teilnehmer sich immer mehr steigern möchte. TaS Ji'.lerciie am Verein, so führte der Redner ans, könne r ur wachgehalten und ge'chürr werden, wenn jtdes Mitglied es als Ehrenpflicht betrachte, für den Verein zu werben und zu wirken. Von niemanden würden hohe künsrleri'che Tarbietungen verlangt, vielmehr könnte Tiletlantismus, gern und trendig gegeben, den künstlerisch hoch stehenden Leistungen gleichkommcn. Nur durch die Mitarbeit leiucs jeden Mitgliedes könne das Vcreinsboot durch alle Ülippen geleitet werden. Im weiteren Verlauf bot Herr Erich Eonradi, ein Mitglied unseres VclreinS, humoristische Deklamationen, von denen insbesondere die Jargon-Parodie „Tie Räuber" lauten Beifall fand. Gleichen Anklang iand Herr Arthur Löivy mit seinen Geigenvor^rägen, die von Herrn Böbm-Beutben >L.-L.> lfeinsinnig begleitet wurde», und gemeinsame Gesänge schlossen den Abend. PM>». Am 1H. Cftdbcr begannen wir unser Vereinsjahr mit einer Gen.ral-Versammlufig. Leider mußten wir eine neue einbcrufen, weil diese nicht beschlußfähig war. Gleichzeitig mit der zweiten Generalversammlung, deren Tauer sich aus 20 Minuten beschränkte^ eröffne en wir unseren Vor- :ragszvklus. Herr IN. Emil Eohn, Essen, sollte am 21. Lktober über Jehnda Halevv sprechen, telegraphierte aber im legten Moment ab. Es gelang uns ■in legren Augenblick. Frau Lberregisscur Wittmann-lNaurice zu gewinne», die-mirRbrem klangvoll tiefen Lrgan die schönen Lätze des Buches Ruth zur vollsten Wirkung brachte und reichen Beifall ernte c. Am 10. November sprach Herr Eurt Alerander über das Thema: „Heb!>el, ein Tichtcrleben". Dceier Vortrctg war gm gesucht und wurde von unsere i Mitgliedern mit Begeisterung. aufgenommenj Tann nahm am -20. November unser Verein an einem Vorträge des VelceinS für jüdische Geschichte und Literatur Bonn reit mil.reicher Beteiligung. Herr I. E. Pobitzki, B:rlin, sprach über das reiche und-interessante Thema „Tie Berliner Bohämc ".' Am 30. November nahm als Vertreter des Bonner Vereins Herr Ernst Hc rff an der Tagung des bibeinisch-Westfälischen Bezirksverbandes - in Gelsenkir hen teil. Ter 6. Tezembcr vereinigte die Mitglieder zum vergnüglichen Heimabend im Hotel Ronal ..alle unsere Vorträge und Veransraltmigen sind dort), wo Fräulein Betty Lmiar vom Bonner Ltadttheatgr die Amve enden durch reizvolle bieziralionen erfreute. AM 14. Dezember nahmen wir wiederum am Vorträge deS Literaturvercius'teil, wo fich Herr Rabbiner Dr. Pick. LtraSburg -Hreilprb über das Thema: „Judentum und Ehrifteutum in ihren Untcrscheidungslehren" verbreitete. Am!>. Januar sprach unser Herr ätantor Baum über das Thema: „Unsere Feiertage und ihre Melodien" und ernrcte rielen Tank der Anwesenden. Am 11. Januar sprach Frau Henriette Fürth. Frankiurt a. M., in dichtbesegtem Laale über das Tjema: „Erziehung und Berufswahl unserer Töckiter". Am ä. Februar sprach Herr vr. Emil Eohn. Elsen — nyser neuer Rabbiner in Bonn —, über das Thema: Jehnda Halevv.

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