Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-03-01 · 3 (1.3.1914) · p. Seite 89

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
3 (1.3.1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 89 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4926451-6352291-6352378--0938-4927052
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

89 — d geleitete T a in e saison von Frau Dr. Eichelberg eingerichtete mti gruppe innerhalb des Vereins i t von schönstem Erfolge begleitet. LKire könncnl mit Freude festskellen. daß illmählich die Damen aus der ljisheri^eu Zurückhaltung heraustreten und du:ch Rescrate und Diskussionen die Sqnderintcrcssen ddr Damen zu beleben suchen. Tie neu gegründete Daine,»- lurn gruppe versammelt sich jedon Dienstag abe rd in der Turnhalle der üädtischen höheren Mädchenschule und gewinnt un^er der Leitung einer städtischen Turnlehrerin immer mekr an Interesse »lnd Begeisterung, so laß mit dieser Einrichtung unserm Vereine eine neue und erfolgreiche Jnttreiscnsphäre eröfsnct wurde. Als Äkarkslcin in der Geschichte unseres Vereins können wir die E i n r i ch t r n g unseres eigenen Keims bezeichnen. Während wir srüher jährlich ein anderes Lokal aussucheu mußten, besitzen wir jetzt ein gemütliches He m, was sür unsrren inneren Zusamnrenhalt von außerordentlichem Werte ist. Tic Möblierung und Ausstattung unseres Heims wurde in anerkennenswerter Wcise von Freunden uüd Gönnern gestiftet, und sei ihnen, a» dieser Stelle nochmals herzlich gedajrtr.. In unserm Heim liegen 8 Zeitungm und Zeitschristen ans; auch durch perschiedcne Brettspiele und gute Bücjcr kan» jeder eine angenehme, und-anregende Unterhaltung daselbst sind:n. Wie in den Vorjahren ist auch setz: wieder der Kursus in jüdischer Geschicjte und L i b e r a t!u r , unter Leitung des Herrn Hauptlel rer Fröhlich ins Leben getreten und erircut sich einer regen Teilnahme. Neu eingerichtet wurde ein Kursus für deutsche Literatur unter Leitung des Herrn Lehrer Rosenbusch. .vc crn wcr- Er- und ein Kursus in Staatsbürgerkunde, geleitet von Rechtsanwalt Dr. zur. Ganz. We in das Interesse sür diese beiden Kurse sich in derselben Weise weiter entwickelt, wie es bis jetzt sich zeigt, dann den wir auch in dieser Beziehung c m -Ende der Saison von einem guten folge sprechen können. Die Sprachkurse sEtzglisch und Französisch mußten wegen zu geringer Teiln chmcrzahl in diesem Jahre ausgeschob werden. Regelmäßige Wanderungen sind in Aussicht genommen. Die V e r c i n s b i b l i o t h e k, w> lche sich regen Zuspruchs erfreute, enthält zurzeit 138 Bände. Die Syn rgogengemcinde hat auch in diesem Jahre unsere Arbeit durch einen Zuschuß von löO Mark gewürdigt und! die Erhöhung dieses Beitrages in Arssicht gestellt. Der Verein sür jüdische Geschichte und Literatur hat uns in liebenswürdiger Weise zu seinen Veranstaltungen eingeluden. Zu unser» Nachbarvereinen j stehen wir in freundschaftlichen Beziehungen und haben die Tätigkeit klei? nerer Vereine durch Entsendung von Rednern aus unseren Reihen gefördcrr und unterstützt. Wir schließen das vierte Vereinsjahr mit dem Bewußtsein, unseren Mitgliedern reiche Anregung und Belehrung und der jüdischen- Ecfsentlichkcit den Beweis erbracht zu haben, daß der Gedanke der aklgemcinen jüdischen neutralen Jugendbewegung in unserem Jugcndvereinc gestärkt und lebhaft gesördcr wird. H. Feldmann. Schriftführer, v t Der Iüdi s ch c I u g c n d v e r c i n und dert I ü d i s ch e . F r a u e nu u d Mädchen-El» b Hannover vcranstal etcn am 28. Januar einen „Vcrbandsabcnd". Tie Geschäftsführerin des Verbandes Fräulein Berliner sprach über ..Vorteile uid Gefahren einer jüdischen- Jugendbewegung" und benutzte die Gelegenheit in einem Kreise von Mitgliedern,' die mit den allgemeinen Ausgaben der jüdischen Jugendbewegung seit Jahren, vertraut sind, die Förderung ei, er v e r st ä r k t a n Persönlichkeitsbildung in den Vordergrund;u schieben. Alt Hilfsmittel gab sie ani mehr Leben in der Natur, mehr persönliche Fühlungnahme der Mitglieder untereinander und Behandlung von Themen aus kultur im engen Kreise, mehr sta atsbürgerliche Erziehung. dem Gebiete der Lebens-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.