Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 3 (1.3.1914)
- Date
- 1914-03-01
- Page
- Seite 82 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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82 Literatur Hinweisen. sTic Anschaffung einer Bücherei ist sehr zu einpfehlen, und läßt diese sich nach den verschiedenen Katalogen für Tugendbibliotheken leicht und billigeinrichten. Bei einer schön verlaufenen Chanucka- und Kaisers-Geburtstagsfeier kam das so allmählich Gelernte auch zur Geltung. Lon der ersteren füge icti ein Programm bei. Am Schwimmen, > Turnen und Wandern kann die Tugendgruppe unentgeltlich in den betreffenden Abteilungen des Hauptverei'ns teilnehmen. Vollständig verfehlt wäre es aber, wollte man an den Vereinstagen der Tugendgruppen sich nur ernsten Bestrebungen widmen. Gesang, Spiel und Humor müssen mindestens die Hälfte der ganzen Zeit ausfüllen. So wechseln Pfänder- und Gesellschaftsspiele miteinander ab. , Cft stiftet auch eine der Helferinnen eine Torte usw., durch die die Stimmung der jungen Schar dann natürlich eine besonders freudige wird. Am strebsamsten und fleißigsten ist unsere Mädcl-enabteilung. Sie ist-ja auch in sozialer Hinsich^ die wichtigste. Vor allem darf man nicht schulmeistern, sondern öem| jugendlichen Geiste ein liebevolles, Vertrauen erweckendes Verständnis entgegenbringen. Eine Anleitung muß da sein, sie muß sich aber den Tugendlichen möglichst ivenig, nt^r nickt aufdringlich beinerkbar machen. Um die Arbeit ist den Tugendgruppen zu einer gedeihlichen zn machen, gilt es. Helfer . und Helferinnen für ihre Arbeit zu interessieren und Eltern und 'Ehcfs für diese Sacke zu gewinnen!. Tie staatlichen Behörden bringen dieser Art der Tuaendpflege das lebhafteste Tnteressc entgegen. - Unsei^Abteilung für die männlidie Jugend ist bereits dem Staditausfchui; für Tugendpfleae,angescblofsim und erhält dadurch manckje wertvolle Anregung. \ Tck wünsäie Tbnen viel Glück zu ihrem Vorhaben und würde mich sehr freuen, wenn Sie mir von dem Gelingen Tbres Werkes einmal Mitteilung machten. il'cit vorzüglicher Hochackstung - und herzlickeiit Verbandsgruß! : Lehrer M a r S a m u e l. I