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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-03-01 · 3 (1.3.1914) · p. Seite 72

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
3 (1.3.1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 72 (sequence 8)
Language
German
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72 klar, mennjdjan an Der Nützlichkeit Derartiger Mittel nicht 311 -weifein ist. » Ta mirD Denn nun Der Plan eine» großen Werkes 'erwogen. Die (ÄrüuDuug einer Wirtschcftszentrale. Ausgehend von einer wohlorganisierten Austunftsr nD Vermittelungsstelle, soll Der Versuch gemacht inerDen, aUineihlich Durch größer wirtschaftliche Unternehmungen, 5. V. genossenschaftlicher 2 rt, weiteren Preisen Der in ihrer Eristenz oedrolnen Fuden Hilfe zu gewähren. Ter Zentralverein hat sich mit den anDerett großen Cr’gaiujatianen-in VerbiiiDung gesetzt unD Die ein* ieitenDen 3diritre getan, (f* läßt sich zurzeit auch nicht annähernd übersehen, welche (Gestalt öjic.jcr Versuch annehmen, und welche Früchte er tragen wirD. Nur Da» eine ist sicher, Daß ein nennenswerter Erfolg überhaupt nur möglich iftj wenn geraDe hier Einigkeit unD t.vferfreuDigfett in größtem Maße unter Den ^nDen erzielt werDen kann. Verglidien mit Der Unsumme von Arbeit, Mühe unD organisaiori'cheur Eleschick, meid« Die bisher geid)UDerte MethoDe auf Dem üeiDe Der Eiuzelkömvfe beanspruchen, erscheint Die am meinen ins Auge springende Tätigkeit, Die Veranstaltung von öffentlichen Versammlungen und Die Veeinslussung Der Wahlen nur leicht. UnD Dadi erjorDcrt audi sie ein vollgerüttelt Maß von Fleiß und .'traft. ,Tie Zuhörer, Die in einer Versammlung Den Vorträgen unD Neben folgen, atmen meist gar nidit, welche, sorgfältige Vorbereitung nötig ist. um Den gemiinfditen Erfolg zu erzielen: Fa, es gib: viele, meldie meinen, Daß soIdie Versammlungen überhaupt meist überflüssig 'seien, weil Die Menge „versammlungsmüDe" unD auch längst genägenD aufgeklärt fei über Das, was uns not tut. Lie übersehen Dabei. Daß es Darauf gntommt, immer wieDer Durch Das lebenDige Wort Die Eänigen anzufeuern, iie zu belebten, neue Mitglieder zu werben unD vor allem audi. Daß geraDe Diejenigen, meldie Den .stampf in Der VorDerreibe führen, aus midien. Versammlungen unD Den Tiskussionen Darin neuen Mut unD vielfach neue Anregungen ichöpfen. Tamm ist es Pflidn jedes Fuden — und besouDers Der FugenD —, Dafür zu sorgen, daß unsere Versammlungen so' zahlreich wie möglich besucht werden. Lie sinD ja audi Dam bestimmt, auf Die diriitlidie Welt zu wirken. Deshalb werden häutig. für ganz, große Versammlungen bekannte, christlick« Männer als Redner gewonnen. Anders liegt Die Frage, ob es iidi empfiehlt, antisemitische Verv.mmlungen zu heiudKm. Tas ist Dringend erwünscht, wenn jüdische Männer vorhanden sind. Die Den antisemitisckien Rednern entgegentreten können.' Ties ist übrigens nickit allzu schwer, denn was jene vor- : ringen. ist ja naturgemäß leickn zu widerlegen. Man muß sidi nur nicht türdnett unD auch idilimmnentalls einige antisemitische Anremtvieien in Den staut nehmen. Tie Wahlen endlich erfordern wieder eine besonders sorgfältige Be» nanDlnng. Hier macht es keineswegs nur Das Geld, obgleich zum st'riegführen bekanntlich v .el Geld gehört. Es ist nötig, daß von einer m Die'em Zwecke gebildeten örtlichen Zentralstelle aus systematisch vorgegangen wird. Tas in sowohl bei den letzten Reickstagswablen wie auch hei Den staiifmannsgerichtswablen vielstuh mit bestem Erfolge ge-

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