Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 2 (1.2.1914)
- Date
- 1914-02-01
- Page
- Seite 51 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 zirkstag des voraus. Als Vorfeier des Purimfestes soll lier im Viktoriahause veranstaltete wohl gelungene „Lustige Abend" ausdrücklich erwähnt werden. Im gleichen Ha ise feierten wir am 1. Dezember in gewohnter glanzvoller und doch gemütlicher Weise unser 6. Stiftungsfest. Am Nachmittag ging im Hotel „Netze" der Pe- Nheinisch - Westfälischen Bezirksverbandes jüdischer Jugend" Die Gründung einer Abteilung für Jugendliche ist nunmehr in Gpg:»- wart von Vertretern der Synagoge,-Gemcindc und verschiedener jüdischer Organisationen nach einem ausgezeichneten Referate des sdcrrn Lehrers islhrabnm erfolgt. Die im Winter allwöchentlich und im Sommer zweimal monatlich stattfindcndcn Zusammenkünfte brachten unseren jüngsten Mitgliedern eine Auslese an Vorträgen aus den mannigfaltigsten Gebieten. Cs wurden /folgende Themen, und zwar durchweg von Mitgliedern des Vereins behandelt: 1) Verwaltung und Einrichiuuc, einer jüdischen Gemeinde. — 2>' Neiscerzahlungen. — 3) Tic Kruppschen Werke. — 4) Turnest und Sport. — 5) „Sobeß" cGemälde usw.k. — G) Die Makkaläcr. — 7) Chanukka- und Purimfeiern. — Si Die Juden in den verschiedenen Ländern. — 9) Der Kampf gegen den 'nrcren Ieind. — 10| Die jüdische Jugendbewegung, ihre Organisation und ihre Bedeutung. — 11) Gabriel Nießer. -i- 12) Diel Juden als Krieger. 4- 13) Major Burg. — 14) Napol.ou I. -- 1b) Nansens Nordpolfahrt. — 16) (finge» stellrenrecht. —■ 17) Die deutsche Ncichsverfassung. — 18) Staat und Judentum. — Wenn es heute auch noch verfrüht ist, ein abschließendes Urteil über diese Cinrichtung des Vereins abzigebcn, >o läßt sich jetzt bereits sagen, dar, mit dieser Neuschaffung eine empfindbare Lücke irt der Gesamtorganisativn der Jugendbewegung ausgefüllt ivird. Denn sie wird aus ihrer Mitte dereinst ibrc brauchbarsten und treuesten Anhänger gewinnen. I Geradezu zwingend ist die sforderung an uns hcrangetrcten, fihr die. jugendlichen Mädchen eine Sammelstätte und ein neues Betäligungsgenct zu schaffen. Schon heute können wir mit Genugtuung feststellen, daß d c jungen Mädchen den - Gedanken mit großer Begeisterung ausgcgrifsen Hab, »und sich mit Eifer an den Arbeiten beteiligen. Tie neue Einrichtung bat in unserer Gemeinde, insbesondere durch die Zrauenorganisationen. eine überaus bereitwillige llnterstützung gefunden. Der Gedanke der körperlichen Ausbildung und Ertüchtigung der jüdijscheu Jugend hat in der Gründung einer eigenen Turnabteilung seine Verwirklichung gefunden. Unsere Zugehörigkeit zum „Allgemeinen Ausschuß der Sladt Esten für Jugendpflege" ermöglicht uns die Benutzung einer schen Turnhalle zu ermäßigtem Latze. Unter der sachkundigen Leitung,eines tüchtigen Turnlehrers steht die Abteilung in bester- Blüte. Ebenso Gründung einer Mädchenturnabt ülung im lebten Jahre bereits in wl genommen und heute bereits in der Praxis durchgeführt worden. Unter gleich günstigen Bedingungen wie bei der Turnabteilung sich die Bildung einer Wandergruppe. Bei durchweg befriedigender gung wurden 11 Nachmittagswauderungeu, 3 Tageswmrderunge», 1 Wanderung und 4 Abcnd'.oauderu igen unternommen, die in Essens Umgegend, ins Sauerland und Siebengcbirge führte». Aus dem Gebiete der soziale , Iürsorgrtätigkeit des Vereins wcislejn wir auf die Errichtung eines W o h u u n g s n a ch w e i se s sowie auf drs Bestehen einer N e ch t tz a u s k u n f j s st e l l e hin. Das Berg ü n st i g ui n g swesen wurde durch de» Ankauf iner größeren Anzahl Karten des Nhetnisch- Westsälischeu Volkstheatcrs bertreten, durch den unseren Mitgliedern i>?r- Besuch des Theaters zu bedeutend ermäßigte» Preise» ermöglicht wurie. Die Errichtung einer e i g e n c n B i b l i o t h e k ist noch eine der gichtigsten Ausgaben, die ihrer Lösung lmrren. In dankbarer Weise läßt u„s der ist die 1 Angriff vollzog Bcteili- Irrühnächstc crcin für jüdische Geschichte und, Literatur diesen Mangel wenig fsihlbar