Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 1 (1.1.1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Rbeinifd]=roeftfJlifcfier BezirksoerbanD jüdischer Jugenboerfeine. Wir geben im Folgenden den Bericht wieder den die „Gelsenkirchcner Allgemeine Zeitung" über die Tagung gebracht hat.! Gelsenkirchen R>. Nlvember. Fm «aale des Hotels Berliner Hof ragte heute nachmittag der zweite große Bezirkstag des rheinisch-ibestfälischen Verbandes jüdischer Fugendvereine. Neben den delegierten waren Gälte so" zahlreich erschien, n, daß der große Treikaisersaal die Erschienenen kann, fassen konnte und für weitere Litzgelegenheiten g'sorgi iverde» mußte. Ter Vorstand und Fes ausseiu ß des Vereins Gelsegkirchen hatte in längerer Vor», arbeit die Veransialtung in bester Weise, uorbeiPilet, so daß von einer durch» aus tvohlgeluuge, e» Velanstaltung gesprochen >n,TS>ci\ kann. Wegen -j llhr erössnete der zwe te Vorjitzende, Rechtsanwalt I)r T a b i d l-Hagen di'g Verhandlungen. Fn herzliche» Worten begrüßte er die erschienenen Delegier len lind Telegiei tinnen, ferner die Ehrengäste und Redner. Entschuldigt' haben ihr Richter cheinen der Regierungs-Präsidenl und der Vorsitzende des 'Gelsenkirchener Fugeädp legeausschusses. Ter V trübende des Gelienkiräie. »er jiid. Fugendvereins, Kaufmann W o m v e r v ji. entbot dem Telegierteniag einen herzlichen iWillkoinmengruß, ebenso als Vertreter der jüdischen Mim chengemeinde Welsenkirä en Mausmann .M l e st a ) t. Legrerer sprach feine Freude ans über die Entartung der Fugendvereine im ganzen Gebiert nüd forderte tvahres Fudentnm, darin läge echter Patriotismus und j gutes Teutschtum. Ue >er das legte Geschäftsjahr bmitirfitete der Llctiriftfsthrer, Lehrer L e v i s o n - Essen. Tie Tagung im Dezember lltIL in Essen war noch ausgebaur aus rein zivangloser Grundlage. Leit dieser Zeit isr aber hieraus eine fest gefügte Lrgaiiisation geivorden, die innerlich und äußerlich gewachsen ist. Z,hn Bei eine seien vertreten und mehrere neue stehen in der türündung. Reiihes Leben blüht in den Vereinen und der ernste ^iHe zur Arbeit ist allseits vorhanden. Fn den Vereinen bestehen Einrichtungen mancher Art, dock noch ist ein weites Feld zu bearbeiten und noch sind viele zu geiviniien. tr;-fitHe j.'der seine Pflicht im Bec der Bildung der jüdisch, n Fugend, dann diene mein am besten hem ganzen- ,Volke. Rechtsanwalt I),. H e r z fei d - Essen sp, ach über: „Wie schulen wir uns zum Abweh, kampfMan spreche jetzt viel von Neutralität in den, Vereinen Wie s elten vir uns dazu? Wir ibnllen keine einseitige Belehrung, aber auch keine verwässerte Aiischaunng. Haltung einnehm m, jedoch raschen Mut besitze» Fn freier Aussprache wollen wir uns mit den befasse» und eine düng der Fugend feite »u Uten, die wissen, ivas >i Wir tvollen keine parteilose und milde im Urteil sein. Problemen des ,Judentums Anschauung bilden. Redner besprach die Heranbilsind und wollen. Fn den Notwendigkeit. Vertrauen demokratisch. Doch darum Fjührer sollen leiten ~h doch die Freude au der Arbeit ed, C pr e r f reudigI.e i t Reihen der Vereine ist feste Tifziplin eine zilr Leitung. Unser l'rganisationSaufbau ist kein .Madavergedoisam, keine Anarchie. Tie F keine Prügelknabeli sein, ihnen darf inan nicht nehmen. Bescheidenheit ziert jedes Mirgl ehrt es. Es hat eie Pilicht, sich im öffentlichen Leben zu betätigen, wo es will, sich politisch i nd geiverkschaitlich zu organisieren, und dort seinen Mann zu stehen. Wir srllen [frei sein von jeder Fntoleranz und wissen, ivcis uns das Fudentum ist, Dringen wir in die Tiere der jüdischen Geschiciste ein- und lernen aus seiner Zeichen Vergangenheit. Nicht nur in Vorträgen sollen >rir bilden, nur sollen selbst lernen und uns vo,r Halbbildung schütze». Uns ■ muß der Grundge tanke leiten', keinen neuen Gegensatz in die Monfessiönen zu "bringen. Bezüglich unserem Verhalten zur Deutschen Turne rfchaft sollten wi: trotz mancher Angriffe aus rplisemilische» Preisen nicht zur'Leite stehen. Bleiben ivir in der T. T. und stützen wir die Mehrheit in-, der Leitung, die keinen Antisemitismus will. Redner schloß seine Dar- , -i,' i