Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 11 (1.11.1913)
- Date
- 1913-11-01
- Page
- Seite 360 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— MO üerbant)s=TTad)ri<t)ten i Bus uhferen Dereinen. «Tiirwcn, Spiel u«d Sport. Ni» Nachmittag mit der Jungmannschaft in Cöln. Am 26. Lktober hat Urtiere Jungmannschaft ihre erste Wanderung und Kriegsspiel veranstaltet. Um 2 Uhr versammelte sich die kriegseifrige Schar in unseren Klubräumen, um beu begeisternden Begrüßungsworten unseres Berbandsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden. Herrn Rechtsanwalt Dr. Apfel zu lauschen. Tann ging ecca. 70 Mann stark hinaus ßns iyreie unter Trommel- und Pfeifenklang. Bald waren die Heere geteilt! und im Eilschritt ging es die angewiesenen Sti-Uimgen zu besetzen. Schon bald konnten die ausgeschickten 'Patrouillen Posten der ^einbe melden. Kaum war die vorgeschriebene Position erreicht, so zeigten sich von allen Seitens feindliche Truppen. Aber aucb wir batten unsere Maßregeln getroffen. In geschützter Stellung lag eine tapfere .uub lisrrciche Abteilung, die es verstand, 'den Gegner zu täuschen und aufzubalten. Durch Wechseln der Hute, Paletots und durch vielen Lärm gelang ecder kleinen Schar, dem Feind glauben zu machen, daß hier die Hauptmacht liege. Er stürmte die Position, nzn das Nest leer zu finden. Inzwischen hatte auch der Bert.idiger alles zupi Kampf fertig. Der kritische Augenblick ivar gekommen. Dumpf rollte dig Trommel zum Angriff. Noch eijinnal warfen die Führer einen kritischen Blick anr ihre Truppen. Dann einige kurze Befehle. Pfeifensignale und hallende^Hurras Die Schlacht bat begonnen. Kurz und heftig ist der Kampf, der mit^dcm Siege der Beleidiger endet. Aus dem Marsch zum Endziel der Wanderung finden noch einige kleine Scharmützel statt. Doch rubt infolge der Dunkelheit bald jeder Kampfi Mit Gesang. Pfeifenklang und Trommel schlag ging es jetzt einem Ziel entgegen, das Freund und Feind gleich teuer war — der Kaffeekanne und dem Butterbrot, beides vom ■ Gabriel! Rießer seiner Jungmannschan gestiftet. Nack dem Kaffeetrinken vereinten fröbülbe Gesänge und Spiele Freund itud Feind bis zur Absahrr des Zuges. Hamburg. Ter Ausschuß für körperliche Ausbildung des Jüdischen Jugendbundes hatte sich bisher darauf beschränkt, seinen Mitgliedern deck Beitritt in einen der bestehenden beiden jüdischen Turnvereine -r- Jüdische Turnerschaft von 1902 und Bar Kochba — |u empfehlen. Leider" mußte im Laufe der Zeit festgestellt werden, daß hierntit allen Anforderungen bei weitem nicht genügt war und der Jüdische Jugendbund bat Rechnung getragen und im Juni ds. Js. eine Sport-Abteilung gegründet. In dieser Abteilung können sich alle Mitglieder ohne Zahlung eines Extra-Beitrages betätigen. Der Sportbetrieb umfaßt vorläufig nur leichtathletische Übungen, aber die Beteiligung an denselben ist eine erfreulich! große. Es sieht dem Jüdischen Jiigeiidbnnd für diese Übungen ein mitten rn bei'- Stadt gelegener, nmzäuiirer Sportplatz zur Verfügung, der vom Staate unterhalten und dessen Be-