Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 10 (1.10.1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 321 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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— 321 — ir j Umschau! Aus anberen Organisationen Der elfte 3ioniftenkongreß. Ticser Bericht ist »ns aus dem Kreise unserer Mitglieder, die persönlich an dem Wiener Äongres, tcilgcnommcn haben, zur > Verfügung gestellt. (jrbt 'inuboti' des elfte» Hionistcnkongresses >var die „Hebräerkonserenz", die vom 25. bi» 2iS. '.'Iugnst dS. Zs. i» der .Kongreßstadt Wien tagte, Zhre Verhandlungen ivurden in hebräischer spräche geführt, Ae vereinigten die besten (Geister der hebräischen Literatur. Tie Beschlüsse der .KonseeenH bezogen sich vorzüglich auf die shstcmatische Verbreitung der hcbräischeii spräche unter der fugend. Taß sich die Erganisaiien <iür hebräische spräche '.nlid Kultur eng an die zionistische anlehnt. ist schvnsahs der zeitlichen und.ertliche» Abhaltung dieser ihrer Tagung erkennlHH ' . Vom 2. bis zum!>. september ds. Zs. fnled der ^ionisteiikongreß stall. Ter .Kongreß wird von den Pianisten selbst al» T'emonslrationstong>;eß bezeichnet. Tas ivar er auch im weitesten Tinnesnach außen und nach innen. Er war eine Temonstrativn der Einheit und dG F ortschritts im Zionismus. i Tie Verhandlungen begannen mit einer> fdenionstrativen Eröffnungssibimg in dem größten zurzeit freien üiauiiie Wiens, in der Katharinen-. Halle in schönbrnnn. Viele Tausende übersüllten den Ricsenraum, viele Tausende mutzte» umkehren, nachdem sie vcrgeblikl versucht hatten, die polizeiliche sperre' zu durchbrechen. Tie Menge wai in spannungsvoller Erwartung. Endlich betrat unter sich immer wiederl ölendem Zubel das grotzc Atrionskomitee das Podium, mit dem engen Aktie nskoinitce an der spitze:, l111iveriilätsprofessor Tr, Marburg, '.Valium sdkole >v, Tr. schemarja Levin, Tr. Viktor Zacobsohn-Konstantinopel und Tr. Hantle. Hebr Professor. Marburg erossncte die sitzung mit einer groß ang.legten Programmrede, in der er die Entivicklung des Zionismus von Herzl t is heute auseinandersetztc und die Grundsätze zionistischer Politik aussprach. Tann begrüßte Herr Tr. schreibet den Zionistenkongreß im Namen der Jfr ulitischcii Kultusgemeinde Wien mit herzlichen Worten; Herr Haim tat dasselbe im Namen der türk.ischsepili rdischeu Zsraelitengemeinde zu Wien. Tann sprach Nahum, sokolow. in g änzender syorm mit unvergleichlicher Sachkenntnis über die Lage der Zndtii in der Tiaspora, während zum Schluß der sitzung der in Tentschland bekannte Redner Tr. schcmarja-Lcvin über das Leben der Zuden in Palästina aus Grund seiner Erfahrungen sprach, die er im letzten Zahre dort gesammelt hatte. TaS war Tienstag abends, Mittwoch—und Toinierstag tobte 'dann der Mampf um die Anträge der Leitung, die den Antrag auf Techrrgc mit einem andern Anträge verbunden halte, der dahinging, der Lcitlliig den vollen Einfluß auf die zionistischen Institutionen, insbesondere aus die jüdische Kolonialbank zu geben, »ein Wunder, weiin die Meinungen mit elementarer Geivalt auseinander platzten! Tagt doch dieses Parlament nur alle zwei Zahre einmal. 'Tann kommen die Zuden aus allen Enden der Welt, aus Sibirien und Südafrika, auS dem Balkan und Amerika, aus Persien und Palästina,, aus dem Beinen und Westeuropa, aus acht Tageil zusainlnen. '\ii den zwei Zähren haben sie in Artileln und Briefen aneinander wrbeigeredet. Endlich kommt der große Tag der Aussprache. Ta dauert