Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 9 (1.9.1913)
- Date
- 1913-09-01
- Page
- Seite 292 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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292 wachsende wciblickx? Geschlecktsoll da;u erzogen werden. Für das Judentum war die Frau nicht.nur die Genossin des Mannes, sie war auch oft die führende Kämpferin: Teborah war Siegerin im Kampf. Jüdische Frauen sollen mit uns kämpf m den groben heiligen Kampf. Es ist ein Segen, das; edle jüdische F tauen sich teils in gesondertem Bunde, teils im Bunde mit uns vereinigt haben, um auch das Reckitsbcwubtscin der jüdischen Frau zu stärken, damit diese gemeinsam mit uns kämpfe und siege.. Ja, die jüdische, das gleiche Recht aller Menschen lehrende "ehre in ein Segen sü - die jüdische Jugend.^ Geehrte Tarnen und .Zerren! soweit ick in Ihren -Lchriften gelesen und Ihre Beratung verfolgt habe, wären die von mir besprochenen Bestrebungen diejenigen, um die Sie sich scharen. Bevor wir aber icklieben, möchte ick noch einige Bedenken zum Ausdruck bringen. Das eine Bedenken ist ein persönliches, das andere ist ein fachliches. Es gibt persönliche Bedenken, die der 'Bortragende in sich überwunden haben muf;. bevor er vor die Ccffentlidifcit tritt; es gibt aber auch Bedenken, die er aussprechen mub. >amit keilte Mißverständnisse störend zivijcken Redner und Hörer tretett. Ick tveib nicht, ob Sie mir in allen Punkten zugestimint haben. 'Sollten Einzelne Bedenken haben gegenüber einzelnen meiner Ausführungen, so möchte ich ausdrücklich hervorheben, das; ick alles in r in meinem Rauten vertrete und das; der Verband der IngendvereiNc als solcher nickt dafür verantwortlich in. Ich weis; nickt, ob b er d'er ältere Mann, der ztir Jugend gesprockren. den richtigen Ton für die Jugend gefunden hat. Es in für einen Redner am leichtesten, zu seinen Altersgenossen zu sprechen, und cs in für das 'Alter oft f hwierig. fick in die Seelen der Jugend zu versehen. Sollte ick diese Schwierigkeit nickt iminer überwunden haben, io bitte ick nm gütige Entschuldigung. Ick weis; auch nickt, meine Geehrten, ob ick allen- Ja reit Bestrebungen gerecht geworden bin: ich selbst bin aus denk Gebiete für Jugendbewegung mehr Theoretiker als Praktiker. Für jede Ergänzung werden wir Ücker alle dankbar sein. Run nocii ein sachliches, oft ins Treffen geführte Bedenken, das zum 'Ausdruck gebracht iverdeir lmtn und das schon von den verehrten Rednern des heutigen Abends erörtert worden ist. Stören nicht die konfessionellen Ingendvereine dieinte'konfessionellen Bestrebungen? Sol! sich die jüdische Jugend schon so früh von der anderer Bekenntnisse trennen? Tieien unberechtigten Eimvaad hören wir ja leider nur zu' oft. ÜtMr haben diese. Frage schon geüre ft. als tvir von dem bewußten Judentum -sprachen. Es gibt Fragen, die tpiifessionell, und solche, . die interkonfessionell behandelt, werden müssen. Rur muß in den jüdisch-konfessionellen Bereinen stets betont werden, daß diese harmonische Persönsickkeiten beranbilden sollen, die in-sich als Juden gefestigt werden und zugleich jn den allgemeinen, -alle Menschen berührenden Fragen gemeinsam mir allen .Kulturmenschen für das Gute, Wäbre und Scköne wirken sollen. Ihre Ideale, meine Hainen und Herren, können Sie nur in jüdischen Iugendvercinen bebändeln und verbreiten^ Wir als Juden müssen uüsere jüdischen Ideale pflegen, wie die diriltlidtc Jugend ibre christlichen Ideale. Als Juden haben wir besondere Aufgaben, als Menidien allgemeine. Daher treten wir als Juden zusammen, um den Tempel-Israels auf jüdischer Grund-