Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 207 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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207 — '■h>ie itdbt c« Denn tatuiciiltdt? iatjcid)lidi ist tneic Mouiequen; von sämtlichen Zionisten gezogen worden, l . Ter außerordentliche Telegierrentag am 1. Mai hat c i n ft i in m'i k bpfdUoiicu, daß Zwnisten dem Zenlralvercin nickt mehr angehören können. Dadurch erübrigt sich ein.Eingehen -auf die Frage: Werden knick die R e s o Lu t t o u die Zionisten ausgeschlossen oder nickte > ><* haben wir heute im Zentralverein eine Organisation, in der Zionisten nickt inebr sind/, die also nidst mehr eine neutrale Organisation ist. Und gerade die Einstimmigkeit dieses Beschlusses vom 1. Mai gibt mir Gelegenheit, mich hier ganz energisch gegen die dem Borgehen der Äntiseiniten tzachgebildete Zweiteilung uitd Dreiteilung zu verwahren, die heute knorgen gegen ^uns Zionisten vorgenommen worden ist. Ta wurde gesägt:.Leute wie! Badt und Timon wollen wir gerne l^tben, aber die andern, die bösen Zioihisten nickt. Wenn mir ein Antisemit sagt: Tie Leute wie Tie. laste ick gelten, so. habe ich dafür eine sehr scharfe Antiwort bereit. Ich möchte diese Antwort hier im Interesse des Friedens nicht wiederholen. Tie haben jedenfälls an der Einstimmigkeit des Berliner Beschlusses gesehen, das; es'sich hier tatsächlich nur um einen Zionismus handelt. Ich komme weiter zur Frage der. Opportunität. Erfordert es unser Interesse, daß wir diesen Antrag ablelMn? Auch hier mutz ich sagen: Unser Fugendvereinsinteresse erfordert dringend die Annahme des Antrages. Wir können die Fugendpereinssache nickt schwerer gefährden. als dadurch, daß wir die Fdee der Neutralität verletzen, und die Fdee der Neutralität wäre tonst, wie ick ausgeführt. verletzt. lind nun noch ganz kßrz zu dein Borwurfe: Mußten wir gerade der Tturmbock sein? Hättet ihr nicht früher quasi einen Tühneversuch macken können? Mußtet Fhr unsere Tagung dadurck stören? Meine Herren! Herr I >r. Apfel hat selbst bsetom, wie wichtig klare Verhältnisse sind. Man mag es öedauern, > daß die erste größere Tagung! nach der Resolution des ZentralverelNs gerade diejenige des Jugendverbandes ist. Fit bedaure selbst, daß es auf diese Weise gerade hier zum Klappen katn. Aber daß es einmal zum Klappen kommen mußte, werden Tr verstehen, und daß bei einer solchen Tagung die Tache nickt übergangen werden konche, rechtfertigt die Tatsache, daß der Zentralvernn Titz und TtiMme im Vorstände bas. Meine Herren! Fck will, um das Bild nickt zu verwirren, alle weiteren kleineren Gesichtspunkte weglassen, ich will nur noch einmal darauf ansmerksam macken: Wenn Tie diesem meinem Fdeenchmge gefolgt sind, so lasten Tie sich bitte nickt durch irgendwelche Erwägungen leiten, etwa der Art, daßi Tie als Telegierte liier mit gebundener. Marschroute vor nns ersctteiuen, weil viel eicht der Verein zu Hanse anders entt'ckieden hat.. Fck darf wohl hur, Plme-die Vertraulichkeit zu verletzen, Fhnen als Beispiel unseren verehrten Vorsitzenden, Herrn l>i-. Apfel, hinstellen, der in der gestesten Vorstandssitzung erklärt hat: Fck rechne es mir gerade zum Verdienst an, daß ichLhei jeder dritten Abstimmung anders stimme, wie ich zur Abstimmung hergekommen bin, weil ick mich durch Geget gründe der Vorstandskollegen überzeugen lasse. Fck meine, in dieicm Punkte darf ick das Beispiel des Herrn!>>-. Apfel als leuchtendes Vorbild hinstellen.