Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 194 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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I . — 19-1 - I»i. Äpfel: orf) mic5cr!mk' meine Srimjenbe SIufforDerung, daß - diejenigen Tennen unD Herren, die nicht T'clegicrtc find, fick nicht hier vorne aufhalten und sich nicht an Tuche »eben, wo Telegierte sitzen und daß iie speziell auch nicht i».die Gänge gehen und den Telegierten Ratschläge gehen. Senn ein Telegierter mit Gälten Rats pflegen ivill, möge er es draußen tun. I»i. 2imun: Au-:- der Resolution des Zentralvereins dürfte ohne weiteres klar hervorgehen, daß für un-:- als Verband der .jüdischen ^ugendvereine Teulschlauds der Zeutralvereiu ein neutraler Verein nicht mehr in. Bsas beißt es denn: neutraler Verein? Ein neutraler Verein, fein, tau» nur bedeuten, daß der Verein den sämtlichen deutschen ^ude» 'ohne :Uiicfikt't aut ihre »olitiniie und religiöse Stellungnahme Mitglied'chaft gewährt und sie innerhalb seiner Reihen duldet. .Tas bat der'' Zeutralvereiu selbst geändert, er kann sich -nicht darauf berufen: daß 'eine.' Resolution.;u Mißverständnissen Anlaß gibt. Ter Zeutralvereiu bat durch seine Resolution dokumentiert, daß seine Absicht ist: Trennung von dem Zionismus. Ter Zentralverein ist also nicht mehr' neutral. Tas oberste Prin;ip der ^Neutralität ist Dafttit verlebt. ^a> erinnere mich mit Herr» I >>. Avsfl der Gründung des Verbandes, und ich habe die Kämpfe mit durcbgeiuacht, die wegen - des Zemraivereiiis damals ausgekämpft wurüdn. Mau hat sich damals darauf geeinigt, daß der Verein Sitz'und Stimme im Vorstand haben solle, weil nun ,u der lieber >cngung kam, das; der Zentralverein;u den neutralen Vereinen;u rechnen sei. ^ch gehörte dein Zeutralvereiu bis vor hinein an und habe ihm gern an gehört, denn die Arbeit. die er leistet, ist für die deutschen ^uden durchaus notwendig. Aber die Situation hat sich geändert. Ter Zentralverein' bat durch seine- Reiolutioi». bekundet, daß er nicht mehr für alle deutschen Hilden die Vertretung nach außen sein will, sondern, ein Teil der deutschen Zuden scheidet für ihn aus, denn er jagt durch seine Resolution: Von einem benimmten Teil der deutschen - Juden wollen wir nichts wissen. Alio verlange ich von dem Verband und von meinem Berliner Verein, daß er mich dagegen in Schutz nimmt, daß der Zen- ° tralvereiu, der sich gegen mich ausgesprochen bat, der mich nicht mehr anerkennen will, der mich nicht mehr vertreten will, obgleich das seine Aufgabe ist. in -meinem Verbände eine leitende Stellung tune bat. > Tas sind ausschließlich, meine Tanten- und Herren, die Gründe, die, den Berliner Verein zu seiner Resolution gebracht haben. <>ch will nicht verschweigen, daß nicht alle Mitglieder meines Vereins derieltjen Meinung sind, eine erhebliche Minorität hat sich gegen den Äntrmt erklärt. Es liegen bei diesen Mitgliedern zum großen Teil Tpvortunitätshründe für ihre Stellungnahme vor, zulu Teil vielleicht «umi prinzipielle Gründe, die Mehrheit unseres Ausschusses ist jedenfalls für den Antrag. _ Run sagt Herr 1 »r. Apfel, solche Anträge können "nur von der Generalversammlung der einzelnen Vereine gestellt werden. Tas in von Herrn l»i . Apfel natürlich durclxuis irrig. Rach dem Berliner Vewinsslatut. das ausschließlich nir solche fragen in Betracht kommt.