Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 192 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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I — 1Ü2 — st, ji!itö Stuniueu rictomtiicii, Die iieiiujt haben: ahn, öie. .jioittftiidic .ttflrtei trcibi Agitation für ihre ^been; iobald ein Zionist etivas geleistet hat, wurde gesagt: aba, die Zionisten drangen sich vor, sic volles: die Macht an sich zieheir. sobald ein Zionist positive 2lrbeu geleistet hat, isr ihn: die Ar'steit verärgert worden, so daß man es ihms nicht' übelnchmen kann, wenn er die Mitarbeit an der Lache autgegeben hat.! Es ist Ihnen bekannt, j daß trotzdem bicr eine Reihe meiner Gesinnungsgenossen sitzen, ei ne Reihe von Delegierten hier sind, die ehrliche Arbeit 'für nilseren verband leisten. Ptaruin bat Herr I»r. Zipfel nun Vorwürfe gegen diejenigen Zionisten erhoben, die nicht mittun wollen? Herr W. Apfel sagt sich ilicht, Herr Bad: und Herr Liinon arbeiten mit an den Bestrebungen unseres Perbandes und Herr l)r. Rosenblüth und Herr Plumenfcld tun das nicht. Er spricht hier einfach von den Zionisten int allgemeinen. - Das ist aber eine stchinzeichnung, die im Rahmen unseres Verbandes nickt gemacht werden dürste.' Hier gibt cs pur 'Anhänger und Gegner. . Meine Damen und Herren, ich bin davon ausgegangen, das; viele Zionisten heute noch ehrliche und eitrige Mitarbeiter an Her 'Arbeit des Ingendverbandes sind, und lediglich von diesem Gesichtspunkt ans, von der Ltellnng meiner Freunde innerhalb des Berbahdes ans, -bitte ich, .unseren Antrag ,;u beurteilen. Unser 'Aittrag in nicht gestellt worden ',nn Zionismus oder gnn Antizionismus. Un'er Beniner Slntrag ist gestellt worden ans reinem Gerechtigkeitsgenibl /heraus. Der Berliner Antrag ist auch nicht von einer zionistischen Znsallsmajorität gefaßt worden. Ich kann Ihnen vielleicht verraten, daß ich der einzige Zionist un Berliner Porslande war. der zugegen war, als in dieier Frage Beschluß gefaßt ivnrde. Der 'Antrag stammt ui der vorgelegten Fassung nicht von einem Zionisten, sondern er in gestellt wordei: von einem hier wohl genügend Bekannten, dem Herrn >N'. Dchönenberg. eineur Mitgliede dxr liberalen Bereinigung nie Deutschland und einem überzeugten >t. E.'er. ' Ter hat aus reinem - Gerechtigkeitsgenibl dicien 'Antrag eingebracht. Ter Borwurf, der alio gegen uns. erhoben worden ist, wir wollten zionistische Politik mit dem Antrag treiben, dürste daher^ohne weiteres erledigt sein. Als Mitglieder i der Iugenövereine ktaben auch wir Zionisten ein .'•techt daraus, daß der Verband uns als seine Mitglieder dagegen in Lchutz. nimmt, daß in unserem Vorstand ein Verband sitzt, der uns schwer assroutiert hat. Ich halte es nicht fit: oereinssrage als solche hier anznschneiden oder das; der Zentralverein ein Recht gehabt hat, eine! solche Resolution zu 'Mafien; ob sie berechtigt ist und ob der Zentralvcrein Anlaß dazu gtbäbz hat, das ist seine Lacke. Uns gebt hie!: ledialich die Frage an:H«sr der Zentralverein, nachdem er einmal diese lMolution gefaßt bat, noch geeignet, in der Leitung unseres heutraleN^Iügendverbandcs zu verbleiben? Und ist es unseren zionistischen Anhängern gegenliber gerecht, ihn darin zu belassen? Und, meine verehrten Damen und Herren, wenn man nicht dem Opportunitätsprinzip huldigt, da Herr I>r. Aptel das vertreten hat, dann nmß man zu der Ueberzeugnng kommen, daß das Verbleiben des Zentralvereins ausrichtig, die Zentralu lösen. Ich meine.