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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-06-01 · 6/8 (1.6.1913) · p. Seite 164

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
6/8 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 164 (sequence 5)
Language
German
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Solange Bezirksverbäude nicht zu groß sind und energisch geleitet werden, unterstützen sie die Vereine wesentlich in ihrer Arbeit, fördern sie den Zusammenhang der Vereine und ihre Einheitlichkeit, verbreiten die Bewegung in ihren Bezirk und leisten, was nicht unterschätzt werden darf, dadurch, öaj, sie Spezialaufgaben übernehjmen und in ihrem Bezirk ausprobieren Pionierarbeit für die Gesbmtbewegung. Hinter ihnen allerding; muß eine kräftige Leitung^ des Gesamtverbandes stehen. Die Tätigkeit des Verbandsvorstandes ist Ihnen aus den ausführlichen, genauen Protokollen der Vorstamdssitzuügen, die wir in den Mitteilunzen veröffentlicht haben, bekqnnt. Sie alle wissen, daß die Ausdehnung des Verbandes im!oergangenen Jahre eine Erweiterung pes Bureaus unumgänglich nötig machte. Da Herr Di\ Finkei, der Mt der Begründung des Verbandes das Bureau in überaus verdienstvoller Weise geleitet hatte, sich von seinen sonstigen beruflichen Verpflichtungen nicht frei inachen konnte, schied er aus dem Amte. An seine Stelle trat ich als hauptamtlich tätige Geschäftsführerin, neben mir ist im Bureau noch . eine Korrespondentin tätig. Seit dem 1s September 1912 bis zum 1.!Mai 1913 belief sich, uin nur ein Beispiel zu geben, die Zahl unserer lEingänge auf ca. 3000, unserer Ausgänge auf 6500, die zablreichen Drucksachen, .Pakete, Telegramme usw. nicht eingerechnet. Es wird in! Zukunft unmöglich sein, mit, einem se kleinen Bureau wie bisher; au*- zukömmen. Auf den persönlichen Verkehr mit den Verbandsmitgliedern haben wir den allergrößten Wert gelegt. Allein ini letzten Winter haben wir mit nrehr als 90 Vereinen persönlich Fjihlung nehmen können, teils durch Propagandavorträge ist den Vereinen selbst, teils auf Bezirkstagungen. Wir könireM den Nutzen dieser Reisetätigkeit nicht hoch genug anschlagen, nicht alleist der propagandistischen Vorteile wegen, trotzdem auch die nicht unterschätzt werden sollen, sie gab uns vor allen Dingen die Möglichkeit gnzuregen, neue Arbeitsgebiete zu erschließen, unsere Grundanschauuhgen zu festigen. Als das festeste Band zwischen! den einzelnen Vereinen und dem Geiamtverbande und auch als daH beste Propagandamittel hat fick unsere Zeitung erwiesen. Tie Abonnentenzahl hat sich seit dem vorigen Telegiertentage vervierfacht. Fast alle Vereine haben das Abonnement auf die Mitteilungen obligatorisch eingeführt. Wenn mir Ihnen eine Resolution Vorschlägen, die das obligatorische Abonnement nochmals empfiehlt, so geschieht dies, um auch an dieser Stelle die letzten Zweifler noch einmal darauf hinzuweisen, daß es im eigensten Interesse der Vereine liegt, wenn sie die Zeitung allen Mitgliedern zustellen. Mit freudiger.Genugtuung dürfen wir feststellen, daß die Zeitung weit über dm Kreis unserer Mitglieder hinaus Beachtung gefunden hat. Sie erscheint in einer Auflage von 10 000 Exemplaren. Das Verhältnis unseres Iugendverbandes zu den andere n Organisationen war während der Berichtszeit das denkbar beste. Tie im Vorstande vertretenen Drgänifationen haben uns nach wie vor nicht nur materiell unterstützt, sondern haben auch eifrig bei uns miitgearbeitet und sind stets für uns eingetreten, wenn wir ihrer

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