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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-05-01 · 5 (1.5.1913) · p. Seite 131

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
5 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 131 (sequence 4)
Language
German
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I — 131 — Der jüdische Anschlag im deutschen Wirtschjsft8leuen. Bon vr. Felix Pinner. j Wenn man den Hilden auf feinem (Gebiete unfdre» nationalen Lebens eine maßgebende oder auch nUr bedlutsanie illsölleznsrkennen will, — wenn inan sie und ibren Einfluß in der ftunftj in der Wissenfdtaf*, in der Technik, iin Verwaltungswesen gering agschlägk oder als schädlich kennzeichnet (was, wohl: mit miancnn- und unterschissdslosein Radikalismus beute nur noch der verrannt, ste Rassenidoginaiiker tun wird», — in einem Hache wird man sie g:lten, ja wird msin Urnen eine führende Bedeisltnng zuerkennen müssen, nämlich im Wirtschaftsleben, Delbst den größten (Gegnern des Judentums kann es' nicht einsallen, diese Bedentnng leugnen zu wollen, die sich nicht nur äußerlich zablenmäßig, sondern auch innerlich els charakterschafifend und charakterumbildend in der Entwicklung des deutschen Volkslebens nachw'eiien läßt. Rn der Wesensändernng des deutschen i.lolkes ans dem Volke der Dichter und Denker ii^das Pol! der >ianslente und Industriellen 'bat die jüdische Arbeit und die jüdische Art einen nicht unbeträchtlichen Anteil gebabl, wie. schon jetzt gesagp werden soll, nicht i'berall den sübrenden und nicht immer den guten, Wo Fehler sind, sollen sie nicht beschönigt werden, wo der jüdische Eil slnß das Wirtschaftsleben nicht bestimmt bat, oder wo er ibm schädlich gewesen ist, soll das ofsen gesagt werden. Es gibt kein, Nation ynd k:ine Rasse) die nickit die Rebler ihrer Vorzüge, die Dcbwächen ibr^er Slärlen bat, es ist kein Licht möglich, wo nicht auch Dcl alten ist.! Die moderne Großwirtschaft in Handel und Gewerbe, die allentba.'ben, in Deutschland wie anderswo — wenn man vielleimt das schon vorder in den kolonialtreibenden Ländern entwickelte EM'ortgeschäst ausnimmt —, ein »ind des tt>, Fabrbnnd.'its war. batte chrei Vorbedingungen nötig, uni sich entwickeln zu kö inen. Einmal den Uebergang von den alten, manuellen, handwerklichen Fabrikati, nsmetboden zu der in a i ch i n e n in ä ß i g e n Produktion, zweitens die^ lieber^ Windung der Hemmungen von;}eh und Raum durch d e modernen V e r k e b r s mittel Eisenbahn, Dainpsschiss, Telegrapl» nnd'.Telepbon. Den Ausgangspunkt für diese beiden Umgpsta tiingen des gewerblichen Lebens bildeten die großen Erfindungen jder Technik, die Nutzbarmachung der Dainpskrast und später! der elektrssickien Zirast sür wirtschastlickK' Zwecke. Damit ans > dieser Grundlage einer. neuen Technik aber die neuen und vergrößerten wirtschaftlichen »Formationen enisleben konnten, war noch etwas anderes nötig, djie A ns am in.- l n n g g r o ß e r a p i t a I tu a s s e n in zentralen W ssins, sowie ibre Verteilung und Verwendung an Dtelleif, wo sie sür wirtschaftliche Ausgaben ^iroßgewerblicher Art fruchtbar gemacht werden konnten.. Wo die patriarchalische Wirrschaststechnik ntit ibrer lokalen Vegrsnztbeit, ibrer engen Anlebniing der Produktion an den Nächstliegenden .stoixfitnt überwnjiden werden, wo ans dem Handwerk, das sich vielleicht schon vorber an bevorzugten .Stellen zu in Großbandsverk entwickelt batte, die Industrie werden sollte) war! erst die Ersehüng der patriarchalischen Geldwirtjchast — bei der?jeder sein Kapital so gut wie ausschließlich in seinem eigenen Betrieb? verwendelje —, durch die 1* f; i

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