Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 3 (1.3.1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- Seite 82 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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t 82 — l' f l- 1 Umfcba u . Aus anderen Orga lifationen Tos Jahr 1913, dos Jahr feer großen rationalen Erinnerungen, bringt uns-deutschen Juden nock ein bejonderüs Jub läum, dos, wenngbeick an Zahl der Jahre nickt so ehrwürdig, ar Ereistnjffe mknüpft, die in ihrer Tragweite für die Gegenwart nickt minder sbedeuiungSvpll sind. Tie machtvolle Organisation des „Scntraiuotciiif d sckcn Glaubens" darf in diesem voll der Mühe und Arbeit, aber auch ü^> 5. Februar 1893 war es, daß sick, durck oder Staatsbürger?" zur Tat bexeisterb, dem ^Bau zu legen, der sick in unserer Bollwerk im Kampf um unser Rickt uw u t s ck e r Staatsbürger j. ü d i - Jabre auf ein zwanzigjähriges Wirken, erreich an Erfolgen, zurückblicken. Am die Scnift Dr. Löwenfelds „Sckubjuden im Lause des Kommerzienrats Julius- Jsaac in Berlin etwa 209 Perso ten znsamm mfanden, um d^n Grundstein zu Tage i als mächtiges, unentbehrliches dum unsere Ehre erweist. Gerade das durch den Zust ll gefügte Zusammentreffen, dieses zwanzigjährigen Jubiläums mit der allguneinfn Jalrbundcrtfcier fördert d<ts reckte Verständnis für die beklagenswerte Notwendigkeit des vom Eentralverent ausgefocksenen Kampfes. Tie Helder des Jabrts 1813 würden, in untere Zeit bineingestelli. nicht begreifen könren, daß mar ihren jüdischen Brüdern, die mit ihnen-in jenen Zeiten größter Not freudig Gut und Blut für die Befreiung des Vaterlandes opferten, den Anteil an den gcm nnsam errungenen Erfolgen vcriveigern, nach der begeisterten Erf illung der gleichen Pflichten die gleichen Reckte ernsthaft versagen kann. Tie traurige Scknach, daß nach jenen Tagen Lin Kampf, wie ihn der Eeniralverein führen muß notwendig geworden ist, zeigt sich in häßlicher Teutlickkeit gerade in diesen Tag^n des doppelten Erinnerns. Freilich, wie wir mit Stolz Hebung des gesamten deutschen Polles zurückhsicken, so können wir mit dem gleichen Gefühl auch an jene Tag lt zurückdenkeu. da sich vor zwanzig Jabren die deutschen'Juden zum selbstbewußten Kampfe um ihr Sein oder Nichtsein aus-. richteten. Jene kleine Schar der lickcm schaffen cs vermocht, durch Wovt und -ckrift ihre großen, so natürlichen Gedanken in die weitesten Kreise hinauszutras en und zum Gemeingut der deutauf jene Zeit der einmütigen mannbasten Er- Gründer des Centralvereins bat in unermüdschen Juden zu machen?" Ueber 34 000 Mitgl eder — abgesehen von den zahlreichen korporativ angeschloffenen Organisationen — stehen heute in den Reihen jener Kämpfer. Jene alten Zeiten mutlosen Perzagens und maizgelnder Selbstachtung haben Raum gegeben unstren gegenwt rtigen Tagen frohen Höffens und stolzen Selbstvertrauens auf die eigene gerech e Sache. Tank der opferwilligen Arbeit der edlen Führer des Cern ralvereins k innen wir heute feststellen, daß allerorten unwürdiger Jndifferettismtis frei diger Aktivität und. gesteigertem Perantivortlichkeitsgefühl gewichest ist. Und sr sicht sick heute die freilich noch