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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-03-01 · 3 (1.3.1913) · p. Seite 66

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
3 (1.3.1913)
Date
1913-03-01
Page
Seite 66 (sequence 3)
Language
German
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Gß mit 0er Energie des Willens erfüllt, das Errungene unter allen Umständen zu erhalten. Als die antisemi tisckie Welle der 80er Jahre über dem deutschen Judentume ,zusammenschlug. da war es det in der Zr n t r a l v e r e in s i d e e sich manifestierende Rießerg e i st, der uns über Bord hielt. Sei dem sind wir, allen äußeren Geivalten zinn Trotz, organisch gewachsen. Wenn Rießer heute unter uns weilte, würde er in den Schubu nb Trutzverbänden, in den Stau desorganisationen und freien Bereinigungen, die sich die deutsche Juden beit geschaffen hat. vor alleni aber in Ausdruck des Gelöbnisses sehen, das er abgelebt: „All unser Wille, a a u f dn s e i n c Z i e l, d i e E r r i n v o r e N t b a l t e n e n Me n s d) c n ■ richtet sein, ohne i i e durch So bleibt Gabriel Rießer Jung G l a u b e n s t r e u e, Rechtseife feit, die kein feiges Schwanken, kein schwächliches Schweigen zuläßt, wenn die persönliche Ebre, wenn dic Ehre der Glaubensgemeinschaft beriihrt wird, Und so wollen wir der kommenden Gedenktag dadurch weihen, daß wir uns den edlen Vorkämpfer in den Momenten seines Lebens und Wirkens vor Augen führnn, in denen er die Tugenden bewies. die mir soeben als vorbildlich an ihm gerühmt haben. -In einem gehaltvollen Artikel der iübrre einst Jelir Goldutan» u. a. au ieins. Kampf gegen den Abfall, .Juge doch lebten Grundes nur Aushilfsmiitel, auf die darum so viel Mühe utid Pflege gewandt werden müssen, weil die große Masse in ihrer Jugend eine -verständige Erzieh u u g z u m '-bf i 11 e n u n d zu m Idealismus nickt genossen hat. lud in dcm^Augenblick, da wirk- .lick di§ ^lten Ideale in der dem Bund d c r I u g e n d . den in flammender Begeisterung einst l e unsere Kräfte sollen g u n g der u n s schmählich u n d Bürgerrechte, g e - eine Lüge zu erkaufe n." Inda ein ragendes Vorbild in r und jener Mannhastig- Zeitschrift „Im Teutschen Reich" : „Erweckung des Sclbstbewußtsidvereinsbewcguug m. a. m. sind Charakterbildung der jüdischen Jugend eine Atolle spielen, ist die innere Zentrglvereinsarbeit überflüssig. Sic muß darum v e r t i enrhehrlich z u machen!" Diese durchtius einwandfreie Darlegung wird nun noch gestützt durch ein Moment.ldas die Erziehungsarbeit in der Gegenwart nngemcin er i int eigenen Lager. ' Es war von jeher das Unglück der Judenheit die besten Elemente, die aber ihr konnten, die T o l e r a n z, die sie von üerten, im Jnnörn vermissen ließen, den verschiedenen Epochen unserer Gel unserer Vergangenheit auch nur einigermaßen. Vertraute. Was sich aber aus dem. Bruderzwist, aus dem itickt immer vornehin geführten Streit um den Besitz des „echten Ringes" für Gegenwart und Zukunft unserer Glaubensgemeinschaft mit 9 'aturnotwenpigke.it ergeben muß. ckwert, durch den unseligen Zwist daß vielleicht gerade m Eifer keilte Zügel -anlegen Außensteheitden so energisch for- Zn welchen Konsequenzon dies in chicktc geführt hat, weiß der mit 9

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