Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 2 (1.2.1913)
- Date
- 1913-02-01
- Page
- Seite 45 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/4926451-6352289-6352358--0407-4926540- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
—: 45 ' taug diesem Institution abgespielt. Tel Kundige cheih ja aus der Lektüre der Zeitschrift „Liberal:S Judentum" Bescheid- Doch nias die Sache selbst betrifft:. Welche Inkonsequenz! Haben d'e Herren. Unterzeichner .all die Argumente vergessen, die gegen diese „unästhc ische, blutige Verstümmelung des'Leibes", gegen „diesen supcrstitiösen. einst der heimischen Umgebung entnommenen Brauch" vorgkffracht werden? Aber sic^warlnlin der glücklichen Lage, sie ver-- grffen zu dürfen. Denn die wissenschaftlich! Mode unserer Zeit bält die Be» schncidung für hng enisch, sie wird in den lib nalen Gemeinden unseres Wisscnkzumeist von Acrzt n ausgeübt. Sie ist >unjchädlich. Bon den Proselnten, füjr die sic vielleicht eil 'Opfer bedeuten könnte, wird sie Woblweislich nicht verlangt. Punkt IX, Abs. 36. Tic s,L?ebesdiewte au Sterbenden und Tote» sind deilige Pflichten". Kadischa mit der lichen pekuniären »ahmen, bezahlte Wer übt sie? In Msetzestreucn Kreisen die Ehewra grössten körperlichen und scelisch>en Hingabe und ungcwöhn- Opfertt, in liberalen Geu eindcn mit verschwindenden Auswird oder >vas son für die Toten? Begräbnis erster Kräfte. Worin bestehen bendc docb wohl nicht darin, daß ihnen, dos Sündenbekcnntnis Vorgesprächen^ st an heiligen Bräuchen in gcsctzestreuen Kreisen gilt? Und In der tadellos ausg Klaffe, in der Leick führen, nesten TrauerklciduNg, in dem enrche, t«r„ stimmungsvollen Trauerdekoration, den kotbaren Kränzen und dem prunkvollen Grabmonumcni! Und die Trauergebränlse? „Im Todesjahr und an den Jabrzciisiagen der nächsten Angebörigeir soll die Pietät in den alten Bräuchen der -Erinnerung in der Teilnahme am Gottesdienst mit .seinem Kaddischgebe! und in frommen Spenden sich beki nden." Ta können sich! ic Rad kalen und die Gemähigjen aussuchen.: Tie e ncn dürfen anzeigen: ,.K mdolenzbcsuchc vcrbelcn!". die anderen können Scliwah sitzen; die einen dürfen Möglich zur Sviiagoge gehen, die anderen gelegentlich. V Ist' es fli'iutd? K ä n n m an mit de mr c raufe n d e ge > c i l'i g t e n Gut spie c r i Im Tal mul ko in nn (freilich »ich» als zu empfehlende.' und frei» gesetzes) die Stifenfolgc: durchaus vetbiiidlichc willige Ucbung vor. Auf Grund biesär Stufenfolge könnie Man dasneue liberale -Religion igcsetz etwa fo1 gliederst: Unerbittlich strenge Forderungen, vonl dene i die Erbaltung der Religion die nie und nimmer vcrzi htet werden kann, sind: Besuch des S Freitagabends, Elternscgen, religiöse Sarbeit am Sablwt und an die religiöse Bewertung der d e r e, das Lasten am Jom.' die „Liebesdienste"? Für Ster- ,'l Ein!« ilnngSprinzip abl)äiigt und auf Gottesdienstes am Sabbat und an Jesten. J iier d: Kiddusch, Scder- und Ehanukabfeicr,' Be'chncibnng. Einsegnung. Trauung, Traue:gebräuche. _ Empfohlen wird: Unterlassen der A^erkNu den festen. Dem freie i Belieben überlaffest Unt Persönlichkeit gleichgültig ist aI l e.s , a l Ic kippur, w«is nnr der Begierde irgend'eine werbordne Ehe, die Enthaltung f a st a l l c i , a strafe g e s c tz alles Herzerquickenden und Gcnküterbebendlen vr mungeii, die in Hie Wen». Kluft zwischen tos geschichtlic > die P r o k l c u f dessen II e b e r r f e l / die unendlichi reiche Tvii llc al des Sinnigen und Schönen, Bibel und Talmud niedcrg III. wir gezeim, durch Lehre und Leben des eu Iudentiiuis geschafft ui i e r u u st e i u e r von ung l i g lösen, durch I a h r - ch e r u in g.e b e n?! . Rcligionsfür s A r Schwanke setzen könnte, wie die speisen, e Todes» legt! ie u n e u verboten e n die T b o r a d i religionsgesetzlichcn Bcstimsind. - '' Aichtlin^en eine solche tiefe liberalen und -Lehre und Leben wgrd. so bedeutet das eben c ii R e l i g i o n. Gegen