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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 20

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 20 (sequence 21)
Language
German
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20 Bibelkunbc und Religionstpiffenfdiaft. | j j ATc-^iit eine erfreulicke Erscheinung unserer .'seit, dost die B i b e l k u >> d e und die R e l i g i 0 » s w rs s c n scka f t nick! mebr. wie iip den frübsren- Zadrbnnder^en, ei.ne Art Mvsterium für ,>rckgelebrte und besondere für T,Geologen bilderj, sondern bei allen Gebildeten lebhaftes Interesse finden. Ties ist schon aus der literarischen ssorm vieler «ckrifren zu erblicken, die trotz ilbrer wissenschrfilicken Gründlichleit eine gefällige und gemeinverständliche Darstellung der bebaudelten Probleme darbieten. Der Gelebrre sprickr nickt meb^ zu seinein ssackgenossen in der ibne» . und nur ibuen. verständlicken 3pihche. vielmebr zu der ganzen gebildeten Welt, die Belebrung in einer literarisch genießbaren ssorm suckt. Äußer größeren zusaiunienbängenden Werken auf diesem Gebiete ersckeinen fetzt von Zeit zu .'seit gure und lesenswerte Monographien, die Einzelfragen der Bibelkunde und der Religionswissenschaft bebandeln. Es muß allerdings zugegeben werden, daß das meine von christlichen Gelebrren zfefckaffen wird, wäbrend von jüdischer Seite bis jetzt nur wenige Versuche vorliegen. Aber dje meisten Ersckeinungen von ckristlicken Autoren sind frei von jeder konfessioiNllen Dendenz, und die Lektüre dieser Tckriiten kann auck »den empföblen werde». i Bon den-mir vorliegenden 3ckriflen möchte ick besonders die folgend>en bier erwäbnen: R. M i t r e l, „Die alltestamentlicke Wissenschaft :n ikren wickrigften Ergebnissen"; dieses Buck ist bereits :n zweiter Auflage erschienen, srerner: Ä. 3ckoepser. „Geschickte des Alten Testninenls mir besonderer Berücksichtigung von Bibel und Wissenschaft". Die Bibelforschung, die bereits eine fast utzübersebbare Literatur aufzuweisen b>n. ist in den letzten siakr sonders in Einleitungen zum Alten Testament'von protestantischen und liscken Tbeologen eifrig gepflegt worden, sin diesen Einlritungsschriften ljerrsckt seit der Begründung der. modernen Bibelforsckung weilgebende Meinuizgsverjteh':ci>cnhcit über die- Entsrekung der ckeiligen Bücker und insbesondere der Tkora. Es fedlr jetzt''nickt an 3iimi»en. die gegen die radikale Scfntlo von Graf und Well kaufe» bei aller wissenschaftliche» Gründlichkeit eine vorsicvtigere Bebandlung des biblischen Schrifttums fordern. Dieser 3tandpü»kt wird nickt ' nur von:H. Mittel wi seinem oben erwäbnten Bucke vertreten, sendern guck in dem groß angelegten Werke von E. 3 t e u e r n a g e l: „Lebrbuck der Einleitung des Alien Testaments". Mit großer Lebbaiiigkeii wird dieseStreitfrage in den Dckriflen von E. 3 e 11 i ii-iind E. .ö. Eornill bebaiid.lt. E. Seif in veröffentlichte eine „Einleitung in das Alte Testament".,ivora» E. sornil! in einer Sct-rif: ...-für E nleitung in das Alte Testament" scharfe Mrilik übte, s'chm erw derte E. 3ellin mit einem Gegenartikel ...-für Einleitung in das. Alte Testament". Wer über diese fragen Belebrung suckt. obne ,'ick dnrck den, Streit der Gelebritnbeirren zu lassen, lese die gemeinverständliche 3ckrift von M. Löbr: „Einfübrung in d<rs Alte Testament"! erschienen in der DaNimlung -Wissenschaft und Bildungi. a» derselben ,>orin ist auch das Buck von W. Si-.ierf geballen: ..Die Enislebuug des Alten Testaments" (in der tzammlung Göschen). ' Bon Einzelabvaiidlnngen auf dem Gebiete der Bibelknude mögen bjer »ock eriväbn;. werden: „Die religiöse Lnrik im Alten Testament" von M. 3 chm i dt: „3amson". eine llniersuckung des Kisioriscken Ekarakters von Richter, von E. Moli; „Ausgewäblre Psalmen" von S. Gunkel; „Alte Perlen in n be« katbo.

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