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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 12 (sequence 13)
Language
German
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f — 12 — .'ieben zu lehren uns seine unvergängliche religiöse Bedeutung aufzuzeigen. Verständnis für die Entwicklung der jüdischen Religion anzubabnen, Begeisterung sür die Geschichte des jüdischen Volkes wackzurufen. unter unbefmigener Anerkennung der Wissenschaft in die fragen der Wellänscktliuung und in die religiösen Probleme der« Gegen, ir>grr einzusübren, borbandene Gegepsäve zu traditionellen Glaubens oorstellungen und Erscheinrutgsformen mit Würdigung ihrer historischen Bedeutung raklboll zu behandeln und mit der "treue zum Väterglaghen die Liebe zum Vaierlande und den Sinn für die Aufgaben der Menschheit zu wecken. 11. Tie slugend. die aus der Schule entlassen ist, soll in Jugendbereinen . für die Mitarbeit, an den religiösen Aufgaben des Judentums gewonnen werden. , 12. Tie Wissenschaft des Judentums ist ganz besonders zu fördern und zu verbreiten, damit durch, sie eine immer größere Verinnerlichung und Vertiefung der jüdischen Religion berbeigerührt und die Achtung vor ibr gemebrr werde. 13. Tie facbwissenscbaflliche Ausbildung der Rabbiner, Lehrer und Vorderer soll in einer den Bedürfnissen der Gegenwart entsprechenden Weise erfolgen. "14. Zur Mitarbeit an den Gemeindeansgaben. insbesondere auch auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und der sozialen Jürsprge sind möglichst alle Gemeindemirglieder beranzuzieben. 15. Tie Teilnahme der Iran am religiösen und Gemeinde-Leben ist unentbehrlich. Wie an den religiösen Pflichten, soll ihr auch an den religiösen Reckten der volle Anteil eingeräumt werden. XII. Tee Turchfübrung dieser Jordei/nigen wird, wie dem einzel'ne n liberalen Juden, so insbesondere auch den liberalen G e m e i n d e. n dringend ans )öcri gelegt. Wie weit hierbei besondere örtliche Verhältnisse ^zu berück- . sichtigen sind, bleibt den einzelnen Gemeinden und ihren berufenen Organen überlasseti. GemeDtdeinstiturionen, welche auch nur eine Minderheit in der Gemeinde tur Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse brauchen, sind unbedingt zu erbat aller Entschiedenheit iür diä religiöse Einbeit des Judentums ein. Sie weist deshalb die Behauptung einer konfessionellen Verschiedenheit innerhalb des Judenru ns als unwahr unk alle Versuche einer Spaltung der Gemeinden als unjüdisck und unheilboll zurück. :x ten. Tie' Bereinigung, der liberalen'Rabbiner Teutschlands tritt mir II. Ter wissenschaftlichen Erörterung aller'dieser .Grundsätze und Aus-- gaben ü wie ihrer braklischen Ausgestaltung'für das religiöse, Leben im einzelnen will Die Vereinigung der. liberalen Rabbiner Teutschlands ihre' Tätigkeit in . ernster Abbeir einmütig widmen; sie betrachtet es vornehmlich als ibre Aufgabe, diese Richtlinien durch Behandlung der sich aus ihnen ergebenden Einzelfragen näher zu begründen und zu ergänzen. T e Vereinigung teb liberalen Rabbiner Teuischlauds ist dabei bon der heiligen Ueberzeugung erfüllt, daß es ibr auf diessm Wege allein möglich sein wird, diüberlieferte Religion mit dem Tenken ünd Jüblen und mit den Lebensmöl lichkeiten unserer Zeit auszugleichen, für die erbebenden Grundwahrheiten Md siillchen Ideale unserer Religion in Bekenntnis und Ldben zu .wirken. Xis Verständnis dafür ^>ackzuballen; daß da? Judentum in der Gegenwart fe nen notwendigen Play und für die Zukunft feine unersetzliche Bedeutung bar. uns so die religiöse Teilnabmlösigkeit und Entfremdung bom Judenrr m zu überwinden und die durch Jahrtausende bewährte Treue den kommerden Geschlechtern zu bererben.

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