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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-09-01 · 9 (1.9.1912) · p. Seite 16

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
9 (1.9.1912)
Date
1912-09-01
Page
Seite 16 (sequence 17)
Language
German
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16 — ortsanwesende. unbescholtene, schulentlassene, unvc cheiratete Juden jeden Geschlechts werden. Verheiratete Gemeindeangehörche wurden außerordentliche Mitglieder.. Wir hatten "die Freude, bald nach der kommenden hiesigen Personen als Mitglieder begrjißen. zu können. Sobald wir Gründung fast alle in Frage der jüdischen) Jugendvercinc an, da" vereint auch der, zirksvcrbandes durch Herrn Mitglicder-Persammlungen in denen mit verteilten besprochen, jüdische Schrift- .auch Tagesereignisse ruhig von einer größeren Organisation (dem Verband . Deutschlands) hörten, schlossen wir uns derselben Schwache mächtig ist und wir auf'eventl. Unterstütz tng und Anregung von Berlitz, aus hofften. So waren wir auch schon auf dem Hannoverschen Verbands Jarj- und Bei, Gründung des Mitteldeutschen Bi . Lebrer Fricdmann vertreten. . ' Jeden Freitag abend fanden die ordentlicher statt, die fast-ausnahmslos gut besucht waren ur d Rollen klassische, und moderne Dramen gelesen ttn! steiler gechlcgt und über spezifische jüdische, wie diskutiert e wurden. Zur; Abwechselung wurdeit . aiuch einige „bunte Abende d. b. Gcdichtvorträge mit zwangloser Unterhaltung, veranstaltet.' Außerdem fanden ctfiche große Versammlungen mit unseres außerordentlichen Mitgliedern ftattj Unter anderen: Vortrag des Herrn >Lcbrer Fricdmann: „Unsere Frauen",! Vortrag des Herrn Lehrer Mencr-Giseifach: „Ein jüdischer Herzog", Vortrag hcs Herrn Landrabb. Or. Wiesen: „Judc^a und Rom", sowie Purim- und Ehanükah-Vcrsteigerungen, an denen stets die nfeisten Gemeindemitglieder anwesend und vom Verlaufe des Abends boch^cfriedigt waren. Vom Vorstände des israelitischen Gemeinde wurde uns bei den ersten Veranstaltungen Tank und Anerkennung dafür, daß es uns gelungen sei, die Gemeindemitglieder der diversen religiösen Rübtungcn so harmonisch zu vereinen, und wurde uns die Unierstützüng der Gemeinde zugesagt. Ermuntert durch unsere Erfolge. besidlosien unsere zum Teil noch kleineren lNachbargcmeindcn, Geisa 93 Seelen, Stadtlengsfeld 80 Seelen, Dermbach 14 Seelen, Völkershausen 7 Seelen, Tiefenort 3 Familien, Torndorf 1 Familie, i Salzungen 3 Fgmilien, Gcbaus und Tann, ähnliches zu tun wie wir. Am 1>6. April 1911 kam es zu einer Vorbesprechung in Stadtlengsfeld, der am 21. Mai 19|U die Erweiterung des Vereins üichha zum Verein Vacba und Umgegend s nac^ langer Debatte folgte. (Die alter Statuten des Vereins Vacha wurden jmverändcrt beibebalten, da man aus Pietät gegen deren Mitverfasser, den l-idcr verstorbenen ^tud. med. Gustel Rnßbaum, keine Änderung vornehmen wollte.) Der-erweiterte Verein funktionicrr bis jetzt tadellos. Es fanden statt, außer einem Vorträge des Herrn Lehrer Fricdmann über „Tic jüdische Jugfndbchvcgung in Deutschland" „bei Erwe lerung des Vereins: in S a l z u n g c n :! Por!trag des Unterzeichneten „Tic Ju! en in Deutschland bis zu den Kreuzzügen" ><vcrbunden mit Kahnpartie aui dem See), in Geisa: Vortrag des Herrn Lehrer Rosenstock-Stadtlengsfeld „Wie schützen wir uns gegen Anfeindungen", in Ticfenorr: Bunter tlacbmittag mit Tanz, in Stadtlengjsfcld: Vortrag des Herrn Lcbrer. Rabn-Gcbaus „Unsere Frauen und Mädchen", in Vacha: Vortrag des Herrn Lehrer Horwitz-Cassel „Tie Juden unter König Jerüme", in Salzungen: Vertrag des Herrn Lehrer Meyer-Eisenach „Humanität im Judentum", in V a chia: Rezitation des Herrn Schauspieler Richard-Berlin (nur für Verein Vacha),, in Vacha:. Stiftungsfest mit Tanzvergnügen und Theater, in Stadtlengsfeld: Vortrag des Herrn Lehrer Rosenstock und Abschiedsfeicr desselben, in Völkershausen:^ Vortrag des Herrn Lehren Fried-, mann „Was sollen wir über unser Gebetbuch wis sen", verbunden mit Ausflug auf. den Lchsenberg (Rhön).

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