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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-09-01 · 9 (1.9.1912) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
9 (1.9.1912)
Date
1912-09-01
Page
Seite 12 (sequence 13)
Language
German
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12 hat und an dessen Spitze der bekannte jüdische! Philanthrop, Herr Kommerzienrat Feist, steht. Die definitive Organisation soll die „Aguda" in einer Hauptversammlung eichalten,, die voriaussichtlich im Laufe des' Winters stattfinden wird. In dieser! Versammlung. sollen die Organe der „Aguda" gewählt werden.! Als solche sinh vorgesehen: der Vorstand, » : } der geschäfisführende Ausschuß,!; 1 ' 1 der rab binische Rat.! Während die beiden ersteren Organe den b^i jedxr Vereinigung bestehenden Einnistungen entsp:echen,' wird dar rabbinische' Rat etwas vollständig Neues bringen. Er soll ajus den hervorragendsten Thoragelehrten, 3—5 aus jedem Lande, gebildet werden, so daß seine Gesamtmitgliederzahl sich ar f etwa 50—6Y belaufen wird. Für Teutschlalld sind bestimmt Rabbiner vr. Brauer' Frankfurt a. M„ Qb'erräbbiner vr. Fei lche rifel d, Posen,, der Direktor des Rab-' biner-Seminars" vr. H o ffm a.n n, Berlin,!uNd der bekannte Historiker H.alevy, Hanrburg, für Rußland ist! die zurzeit wohl bedeutendste Autorität auf talmudischem Gebiete, der Briskar Raw,'nominiert worden. . - ■ Welche Bedeutung die „Agudas Jisroel"! für die Enüvicklnng des gesamten Judentums haben 'dürste, zeigt, allein ein Hinweis auf die Einrichtung dieses rabbinischen Rates.! Gelingt es, diese Körperschaft zur Konstftmerung und zur Arbeit zu bringen, so wird nach mehr als tausendjähriger Unterbrechung wieder ein Forum geschaffen sein, dos zur Entwicklung der jüdischen Lebre, nicht iM-Sinne 'der 'linksstehenden Refprmer. sondern in treuer Hingäbe'an dii^.überlieferte Lehre berufen erscheint. Mindestens ebenso bedeutungsvoll ist natürlich die andere Aufgabe der „Aguda"! die organisatorische Zusanmenfassung der gesamten geietiestreuen Jndenheit. r" Vergegenwärtigt man sich, daß ungefähr -chder gesamten Judenbeit der Erde in Rußland, Galizien und in lsngarn ihren Sitz haben, daß ferner die weitaus überwiegende Mehrheit dieser Juden des Ostens noch M und unerschütterlich, auf dem Bodeir des überlieferten Judentums steht, so kann man leicht erwägen, ljon welchem ungeheurein Einfluß die Zusammenfassung dieser Massen werden mag. __ Gewiß ist die Aufgabe einer Orgonifatioü, die den Osten mit dem Westen zusammenschweißen will, außerordentlich schwer, . aber der freudige Widerhall/ den die Kunde von der Versammlung in Kattowiv gefunden hat, gibt der Hoffnung Raum, daß ihm die Lösung der Aufgabe gelingen wird. In dieser optimistischen Auffassung be tärkr uns der .Uittstand, daß. obgleich seit der Kattowitzer Versammfting kaum mehr als zwei Monate verflossen sind, sich schon eine ga ize Anzahl von Orts' g.r u P P e n spontan, ohne jede Einwirkung gebildet hat. I Wir nennen nur die folgenden: Berlin, Breslau, Düsseldorf, Eschwege, Fulda, Heilbronn, Halberstadt, Fraickfurt a. M., -traßburg, Posen, Rawitsch, Karlsruhe. seien hier genannt: Frankreich: Paris; Sö ftveiz:-Baden, Bern-Biel, der ‘ einstweiligen Leiter, Bäningen, Aus dem Aus lande *C!

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