Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 3 (1912)
- Issue
- 9 (1.9.1912)
- Date
- 1912-09-01
- Page
- Seite 2 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4926451-6352287-6352354--0325-4926463- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
EDir Jungen! " 2oi;.-t: von °t o fr c rj. 3 o c io c n t b! ,Xi ini oii.'a isl oii5 cU-enmfiraimi vnrodil, A rft af> das >Xoch, unrnillifl -läiiflit nein-,neu. mit ber ein eiten Siroft bcfldftcrt nuinen. Ifsj stürmt imb bräunt mit nie necüuiter Mod st. Uiib stanneub schaut. wer z'onst nur Hohnvoll lackst. , Vor jnnner Herzen stibel»)^ frohem Schlaget, Ko blieb bix Demut? . Kv-Has seine ,‘Wt'it'? Ker tmt bit’5 Heuer über Reicht entfacht?! Kir Hunnen brauüstm Plot;! b>>el't. :»onliij ihr willen! Kir ivollen kämpfen. froh und glücklich leben, freie Menschen freien Mensäxn gleichen. - Tes ersten Volkes Eigenart erhalten. Da-rstolze Auge kühn zur Sonne Helten. Und keinen Schritt be.m Ieinb, dem Spötter, weicl^n. Elvisse feiertage. Von I)r. A> J r W i c n c r , Rabbiner in Stettin. Stimmungen lxrben sich feit unvordenklichen Zeiten in der Menschheit säst'unverändert erhalten. Das; die Arbeit die Grundlage alles Xlebetrs in der Slultur sei. das hgben die Menschen empfunden. sobald sie sich überhaupt Pedanten über das machten, was ihre Tage erfüllte, Und üe gestanden auch iigmer gertie zu, baß nur sie zu einer Suchte des Segens werben, könnte. Mau liebte unb lobte sie. um der irrüihte willen, die sie trögt, bereit EXenuß bas Leben erst lebenswert nacht. Aber solcher Gefühle. die der Arbeit um ihres Ertrages willen galten.'durfte sich die Tätigkeit des Arbeiten» selber nie ungemischt e freuen. Um' viele sind über diese Erde geschritten, denen es wie Hohn klingen inußie, wollte man das 'Arbeiten, i h r Arbeiten eilten Segen für sic heißen. Der frühesten Reslerion über diese srrage begegnen win. in der Bibel. „Im Schiveiße deines Angesichbs sollst du dein Prot fielt." Dieses Urteil biinft dem biblischen Schriftsteller als euch furchtbare Strafe für den sündig geworbenen Menschen, dem elx'ii nvä) das Paradies Die Stätte>.süßen Nichtstuns gewesen ist. Es ist derf Seufzer -des sauer ictmsfektden Bauern, der sich hier der Seele des Erchshlers entringt: ein Bekenntnis der Aufrichtigkeit: eine Offenbarung der Einsicht, daß Arbeit immer und unter allen Uttiständen als ein Seg m empfnüdeti wind: sie kann auch zum Iluche werden. Sie vermag auf die Höhe der Unltur emporzuheben: aber auch tief unter die Stufe des Naturmenschen hittabzustoßen. wo sie den Sklaven, den.hörigen Knecht zur Sach? ernkedrigt. Die Art. wie die Bibel sich zu dem Problem der Arbeit stellt, wirst auf den' Ebarakier der jüdischen Religion ein Helles Xkicht. Sie 1