Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 11 (11.1911)
- Date
- 1911-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 11 229 von Studenten aller Fakultäten und von Einzelnen der Presse zugegangen, besonders dem „Tanin", auf dessen Haltung die jüdische Welt offenbar das meiste Gewicht legt. Zu allgemeiner Genugtuung hat denn auch der „Tanin" nicht nur alle diese Einsendungen registriert, sondern auch in judenfreundlicher Weise mit seinem Kommentar versehen. Niemals, schrieb er, habe er an der Anhänglichkeit der Juden an ihr Vaterland gezweifelt, und seine Bemerkung vorigen Tages nur gemacht, weil er eben des Eindruckes sicher gewesen sei, der sich nun manifestiere. Er sei glücklich, so beredte Zeichen von Patriotismus zu konstatieren in der Entrüstung, mit der nicht nur die offiziellen Kreise, sondern die ganze hauptstädtische Gemeinde den durch die Depesche bezeichneten Akt gegeißelt haben. Aus New-York. Besonders traurig macht sich in letzter Zeit die skrupellose Proselytenmacherei zahlreicher Missionsgesellschaften bemerkbar, die in den neuentstandenen Judenvierteln New-Yorks und Chicagos ein reiches Arbeitsfeld gefunden «haben. In dankenswerter und echt amerikanischer Weise hat Mr. Jacob Schapiro den Widerstand besonders der jüdischen Jugend gegen diese Bestrebungen organisiert. An 100 Jungen schlössen sich jüngst unter seiner Führung zum „Young Judaean Zion Circle" zusammen zu dem Zwecke, jüdische Kinder vom Besuch der Missionsanstalten zurückzuhalten. Vor jedem Missionsgebäude stehen zwei Knaben in Uniform Posten und warnen jeden Eintretenden, während andere sich die Namen der jüdischen Zöglinge verschaffen, und die Eltern über die wahren Absichten der frommen Menschenfreunde informieren. Aus Galizlen. Die neue galizische Landtagswahlreform, die vor einem Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polen und Ruthenen geführt hat, soll nun jetzt eingeführt werden. Die beiden Nationen haben sich geeinigt und werden auf Grund des nationalen Wahlkatasters viele neue Mandate erhalten. Ueber die Juden, die 12 pCt. der Bevölkerung ausmachen, ist man einfach zur Tagesordnung übergegangen. Anstatt der zwanzig Mandate, die ihnen jetzt zukommen, werden sie kaum vier oder fünf erhalten. Die jüdischen Landtagsabgeordneten des Polenklubs sind selbstverständlich für eine Vermehrung der jüdischen Mandate nicht eingetreten. Georg Arndt-Stiftung. Alle Spenden etc. sind zu adressleren an Dr. Zirker, Berlin, Alexanderstr. 38 a. Jüdischer Turnverein Breslau.......................Mk. 10,— Dr. Ludwig Simon-Berlin.........................„ 20,— Isidor WoFtr-Charlottenburg gratuliert zur Hochzeit Eger-Jalowlrz u. Cahn-Wltkowski . „ ],— Derselbe gratuliert Frau Wronke zur Geburt des Sohnes............., —,50 Dr. Zirker dankt Dr. Katz-Drohobycz für Telegramm................ 1,— D- Frauenabteilung gratuliert Frau Dr. Zirker zum Geburtstage..........„ —,50 Th. Scholem u. Frau gratulieren Iwan Wltkowskl zur Hochzeit........ ■ . „ 1,— Zusamm-n Mk. 34.— Aus der Jüdischen Turnerwelt. Dr. Felix Thellhaber, ein warmer Freund unserer Bewegung, unsern Lesern durch seine Mitarbeit an unserem Blatte ein guter Bekannter, hat sich der türkischen Regierung als Feldarzt zur Verfügung gestellt und tritt Ende November die Reise nach Tripolis an. Wir wünschen Herrn Dr. Theilhaber eine segensreiche Arbeit und glückliche Rückkehr. D. Red. Berlin. J.T.V. Bar Kochba. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 5. November wurde die von der vorigen Hauptver-