Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 10 (10.1911)
- Date
- 1911-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 10 199 es blüht zu sehr im Verborgenen. Aber wenn wir hinausziehen würden, unsere Kräfte auf dem grünen Rasen vor vielköpfiger Zuschauermenge zu messen, wer könnte uns da die Anerkennung für immer versagen. Wir würden ferner mit unseren Brudervereinen Fußballwettspieie austragen und dadurch in einen viel engeren Konnex, als er durch den alle drei Jahre stattfindenden Turntag möglich ist, mit ihnen treten können. Die Leitung des Berliner Bar Kochba, und auch, soweit mir bekannt, unsere Verbandsleitung, haben schon des öfteren betont, daß sie einen Unterschied zwischen Turnen und Sport für unsere Zwecke nicht aufstellen. Und ich schlage vor, in einer Stadt, in der ein jüdischer Turnverein nicht besteht, vorerst einen Sport- oder Fußballverein zu gründen. Wie oft berichtete nicht unsere Turnzeitung über die Schwierigkeit, einen geeigneten Turnsaal zu beschaffen, und wie oft hat dieser Umstand nicht schon eine Qründung gehindert. Eine grüne Wiese für Leichtathletik und Fußball läßt sich aber überall beschaffen. Wo es an Initiative nicht fehlt, werden sich auf dem einen oder anderen Wege stets Juden finden, die unsere Ideale verwirklichen wollen. Hebräische Sprachkurse in Berlin. Mit der allgemeinen Winterarbeit der jüdischen Vereine wird auch die Tätigkeit für die Verbreitung und Erlernung der hebräischen Sprache wieder aufgenommen. Wie eine Anzahl anderer Vereine, denken auch wir daran, uns an den Kursen, die die „Organisation für hebräische Sprache und Kuftur" veranstaltet, korporativ im Sinne der in der vorigen Nummer mitgeteilten Besprechungen zu beteiligen. Wie aus den unten abgedruckten näheren Mitteilungen über die Veranstaltung der Kurse hervorgeht, wird durch die Anordnung nach dem Kenntnisgrad der Teilnehmer sowie durch die Errichtung zweier Lehrstätten im Westen und Zentrum diesmal unseren Mitgliedern die Teilnahme an den Kursen und die Erreichung des Lernzweckes erheblich erleichtert. Wir brauchen nicht daraui hinzuweisen, welche Bedeutung für uns die Erlernung der hebräischen Sprache hat. Wird doch sogar schon von der Einführung der hebräischen Kommandosprache in unseren Vereinen geredet! Darüber hinaus verlangt das Interesse an der nationalen Erziehung unserer Mitglieder unsere eifrigste Mitarbeit. Bei genügender Beteiligung werden wir auch nennenswerte Preisermäßigung erlangen. Anmeldungen sind zu richten an Herrn Erich Burin, Berlin NW. 23, Claudius-Straße 3. Lehrstätte W.: Charlottenburg, Bleibtreustraße 39, nahe Savigny- Hjatz, Qemeindeschule. Dienstags abends V29—10 Uhr. Vom 31. Oktober 1911 b's 27. März 1912, und vom 1. Mai 1912 bis 17. Juli 1912. Lehrstätte C: Berlin C.2, Monbijou-Platz 10, Höhere Mädchenschule. Sonntag vorm. von y%\2— 1 Uhr vom 29. Oktober 1911 bis 26. Juni 1912. In jeder der beiden. Lehrstätten finden außer Lesekursen gleichzeitig folgende drei Kurse statt: Kurs I: Lektüre unpunktierter Texte, verbunden mit konversatorischen Uebungen. Kurs II: Lektüre zusammenhängender punktierter Texte. Kurs III: Lektüre der von der Organisation herausgegebenen, besonders ausgewählten Stücke. DerVorstand des J. T. V. Bar Kochba-Berlin. des J. T. V. Charlottenburg. Scholem. Unna.