Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 10 (10.1911)
- Date
- 1911-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3üdifche Cumzeifung. monatsßhrlk für die körperliche Bebung der Süden __Herausgegeben pon der Südlichen Curnerfchatt. gTj^gTItoriÖ"" BerimZlexandersfr. 39""' OMobtt 1911 Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsfttze ist nur mit ganiuer Quellenangabe gestattet. Redaktionelle Mitteilung. Die vorliegende Nummer der Tuiuzeitung erseheint der jüdischen Feiertage wegen verspätet. Redaktionsschluß für die nächste Nummer (auch für Vereinsberichte!) am 10. November. Die vereinigten Büros unserer Redaktion, der Judischen Turnerschaft, des Bar Kochba-Beilin und F. T. V. Charlotteuburg sind fortan geöffnet: Von Montag bis Donnerstag 3 bis 7 Uhr nachmittags, am Freitag von <> bis 1 Uhr vormittags. Turnerisches aus Erez Israel. Gar selten ist in diesen Blättern von der jüdischen Turnbewegung in Palästina die Rede, und so kommt es, daß die meisten von uns nur wenig oder gar nichts von ihr wissen; denn unsere Freunde in Jaffa und Jerusalem lassen selten von sich» hören. Schreiber dieser Zeilen, der in diesem Pommer Gelegenheit hatte, einige Wochen in Jaffa zu verweilen, war daher '"'endig überrascht, als er bei seinem ersten Besuche des schon totgeglaubten •iafiaer J. T. V. die stattliche Zahl von mehr als 40 Turnern vorfand, eine Anbetracht der gerade damals schwierigen Umstände recht erfreu- Üche Zahl. Wenn die jüdische Turnerei in Palästina auch noch keine großen äußeren Erfolge aufzuweisen hat, so zeichnet sie doch eins aus, was in den Ländern der Diaspora seltener und auch dann nicht in der gleichen Intensität zu finden ist. Der nationale Jude Palästinas, der sein ganzes Leben '■md Wirken in den Dienst seines Volkes gestellt hat und der täglich Opfer für den Gedanken der nationalen Renaissance des jüdischen Volkes bringt, °r iiat auch unsere idee der Regeneration des jüdischen Körpers voll und ganz Gegriffen, paher turnt er mit ganz anderem Eifer, man könnte fast sagen mit Enthusiasmus. Weiß er doch, daß es gilt, jüdische Kraft zu erwerben, um das Land der Ahnen, das durch jahrtausendelange Mißwirtschaft verödet und verwüstet liegt, zu neuer, ungeahnter Blüte zu bringen. Vielleicht hat er auch den heute erlernten Mut, die erworbene Geschicklichkeit und Geistesgegenwart morgen oder übermorgen nötig, um jüdisches Leben und Eigentum gegen feindliche Angriffe von Beduinen zu schützen. So ist für ihn das Turnen das, was den anderen Nationen der Dienst bei der Fahne ist: die Vorbereitung für die Verteidigung der Ehre und des Besitzes der Nation, '^r Araber soll auch nicht mehr vom Juden als vom „toten Kinde" sprechen. Der Chaliikajude hat ihm keinen Respekt einflößen können; der jüdische