Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 4 (4.1911)
- Date
- 1911-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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82 No. 4 Ländern höchster sportlicher Kultur in allen Sportslagern zu schätzen. Man weiß dort, daß alles Spezialtraining nach ausgeklügelten „Systemen" schließlich versagen muß, wenn man den Lauf, den natürlichsten und doch physiologisch unergründlichen Weg gleichmäßiger Ausbildung innerer und äußerer Organe vermieden hat. So hören wir kaum jemals von einem großen sportlichen Ereignis, das sich „drüben" abspielt, ohne daß in den Trainingsberichten, die uns vermittelt werden, der Geländelauf eine Rolle spielt, mag es sich um die Boxer Johnson—Jeffries, die Ringer Qotch—Cyganiewicz, um eine Fußballmannschaft, um Ruderer, Radfahrer oder sonstige Sportgrößen handeln. Das sollte allen unseren Sportsleuten ein Fingerzeig sein: Der Geländelauf ist eine zu natürliche Uebung, als daß sie von einer Sportgemeinde mit Beschlag belegt werden könnte. Als Wettkampf ist sie bei der „Deutschen Sportbehörde für Athletik" in guter Hut, aber als körperliche Uebung mag sie Oemeingut der Jugend werden, wo und wie sie auch immer bestrebt ist, ihrem leiblichen Rechte zu seinem Rechte zu verhelfen. fa. Der schönste aller Läufe und überhaupt die athletische Uebung, die ganz besonders dazu angetan ist, ein athletisches Meeting reizvoll zu gestalten und deshalb bei keinem Sportfest fehlen darf, ist das Hürden- 1 a u f en. Leider steht das Hürdenläufen bei uns in Deutschland lange nicht auf der gleichen Stufe wie im Ausland. Schuld daran trug seit Jahren das Fehlen einer wirklich praktischen, zweckentsprechenden und billigen Hürde. Man läuft in Deutschland aber zwei Hürdenstrecken, nämlich über 110 m und über 400 m. Bei der kürzeren Strecke müssen die Hürden 1,06 m hoch sein, bei der letzteren Strecke 91 cm Höhe haben. Das 400 m Hürdenläufen BERG - HORPE. < 1 * KflSPflR BER<5, nünnBEB*. 0 B mußte infolge Fehlens einer geeigneten Hürde ganz unterbleiben. Jetzt 1** die bekannte Firma Kaspar Berg, Nürnberg, die im Laufe des vergangen«11 Jahres so viele Verbesserungen in athletischen Oerftten vornahm, auch den Hürdenläufern gerecht geworden. Berg hat eine patentamtlich geschützte neue Hürde herausgebracht, die wohl bald obligatorisch eingeführt se>n dürfte. Durch ein blitzschnelles Verstellen kann die Hürde auf beide Höheg gebracht werden, sie kann also sowohl beim 110 m-Hürdenlaufen, als aucn beim 400 m-Hürdenlaufen Verwendung finden. Dabei hat die Berghürde den Vorzug, den letzten Bestimmungen der deutschen Sportbehörde W» Athletik, als -auch den internationalen Regeln zu entsprechen. Die Hürde »»