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Jüdische Turnzeitung · 1911-04-01 · 4 (4.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
4 (4.1911)
Date
1911-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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66 No. 4 Ein Vorschlag zur Kreiseinteilung der Jüdischen Turnerschaft. Von Theodor Steinherz -Wien-Fünfhaus. Das Thema einer K r e i s e i n t e i 1 u n g unseres Verbandes hat den Ausschuß der „Jüdischen Turn erschaff schon seit mehreren Monaten beschäftigt. Die Duplizität der Aufnahme dieser Idee muß als Anzeichen für das Bedürfnis gelten. Indem wir die Diskussion über diese bedeutungsvolle Frage eröffnen, hoffen wir, daß sichanihrdieVertreterauchderorientalischenundgalizischen Vereine, für die diese Angelegenheit ihre besondere Bedeutung hat, beteiligen werden. Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft. Wiederholt haben wir durch die „Jüdische Turnzeitung" Gelegenheit gehabt, Referate zu lesen, die sich mit der Frage der Propaganda beschäftigten, wiederholt ist an uns durch die „Jüdische Turnzeitung" der Ruf ergangen, Wanderklubs und jüdische Turnvereine zu gründen, ohne daß bisher ein nennenswerter Erfolg zu verzeichnen gewesen wäre. Die in letzter Zeit gegründeten jüdischen Turnvereine verdanken ihr Entstehen dem Umstände, daß sie von Personen ins Leben gerufen oder angeregt wurden, die schon in anderen Brudervereinen geturnt haben und nur beruflich gezwungen waren, ihren lokalen Wirkungskreis zu ändern. Qegen einen solchen Vorgang wäre nichts einzuwenden. Aber viele von diesen Leuten sind sich der Schwierigkeiten bewußt, die sich Einem bei derartigen "Vereinsgründungen entgegenstellen; manchmal haben sie diese Schwierigkeiten auch am eigenen Leibe verspürt, so daß sie kopfscheu gemacht wurden, sich mit der Gründung von jüdischen Turnvereinen zu beschäftigen. Ferner spielen Unverständnis und Unbeholfenheit eine große Rolle und schalten ein befriedigendes Ergebnis im vornherein aus. Das Hauptübel ist aber in der Organisation unserer Turnerschaft zu suchen. Sehen wir uns einmal die „Deutsche Turnerschaft" an! Sie ist in Kreise und die sind wieder in Gaue geteilt. So sollte es auch in der „Jüdischen Curnerschaff sein. Man wird zwar sofort entgegnen, daß wir noch nicht so viel jüdische Turnvereine haben, um die Turnerschaft in Unterabteilungen teilen zu können. Das ist richtig; aber gerade weil wir noch nicht so viele Vereine besitzen, müssen wir uns mit dem Gedanken einer Unterteilung der „Jüdischen Turnerschaft" vertraut machen. Wir haben zunächst auf der Landkarte die Kreise einzuzeichnen, und in diese Kreise die d 8 z u" gehörigen jüdischen Turnvereine ins Leben zu rufen, ist unsere Hauptaufgabe. Die Ziele, Aufgaben und Vorteile einer Kreiseinteilung der „Jüdischen Turnerschaft" sollen nun kurz angedeutet werden. Mehrere Gemeinden mit verhältnismäßig großer jüdischer Bevölkerung die untereinander bequem und rasch zu erreichen sind, werden zu einem Kreise vereinigt, der eventl. wieder in Unterabteilungen geteilt werden kann. Die Kreiseinteilung ist aus Vertretern der bestehenden Vereine zusammenzusetzen. Besteht in einem Kreise vorläufig nur ein Verein, so hart

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